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Die französischen Kolonialbanken / von Otto Soltau
Entstehung
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130 II. DIE BANKEN VON NEUKALEDONIEN, INDOCHINA UND WESTAFRIKA .

Wir kennen jetzt die Bank von Indochina sowohl ihrerBankverfassung, wie der von ihr entwickelten Tätigkeit nach.

"Welches war nun der Erfolg ihrer Tätigkeit, was hat dieBank in den 30 Jahren ihres Bestehens erreicht?

4. Kapitel.DIE ERFOLGE DER BANK.

§ 27.

DIE DEN" KOLONIEN ERWIESENEN DIENSTE.

Die Bank fand bei ihrer Gründung zwei große Schwierig-keiten vor: zunächst die monoculture, d. h. die Reiskultur warin Indochina fast die einzige Produktion und alleinige Quelle desGedeihens des Landes. Zudem machte der Wechselkurs der Bankviel zu schaffen. Ein Vergleich mit den oben geschilderten Ver-hältnissen in den französischen Zuckerkolonien drängt sich da vonselbst auf. Der dortige absenteisme fehlte zwar in Indochina ,hatte hier aber ein würdiges Gegenstück in der angeborenenFaulheit der Eingeborenen, speziell der Annamiten.

Es kann nun festgestellt werden, daß dank der Unter-stützung der Bank die monoculture in Indochina tatsächlichbeseitigt worden ist. Eine Menge neuer Kulturen (Pfeffer-, Kaffee-,Tee-, Kautschuk-, Seide- und Maiskulturen) sind teils direkt durchdie Mitwirkung der Bank ins Leben gerufen, teils, wie z. B. dieKohlenproduktion, indirekt durch Teilnahme am Bau Ton Eisen-bahnen gefördert worden. Als in Pondichery der blühendeArachidenhandel zurückging, suchte und fand die dortige FilialeErsatz in dem Baumwollenhandel mit Madagaskar und Indochina.In Noumea hat die Bank neben der Fleischkonservenindustrieauch die verschiedenen Minenindustrien (Kupfer-, Nickel-, Kobalt-und Chromminen) unterstützt und wesentlich zu ihrer jetzigenBlüte beigetragen.

Ebenso erfolgreich war die Bank in der Lösung der Wechsel-kursfrage, wenngleich das Endziel, die Stabilisierung des Wech-