188 III. ENTWICKELUNG DER WÄHRUNG IN DER ZEIT VON 1868-1883.
schen Staatsschatz einen Betrag von 125 Millionen Pesetas vor-zuschießen.
Nachdem die Bank von Spanien als Zentralbank geschaffenwar, fiel ihr wohl die, zwar nicht in ihren Statuten geschriebeneAufgabe zu, als Rückgrat, als Regulator des gesamten Zahlungs-verkehrs hervorzutreten und nicht nur die Note, sondern dasGeldwesen überhaupt zu überwachen. Man hätte meinen sollen,daß die Bank, nachdem die Goldwährung einmal proklamiertwar, das vielfach im Lande zerstreute Gold in ihre Kassen ge-leitet und für Inlandszahlungen in kluger Berechnung Bank-notengeld emittiert hätte.
In den Jahren 1877-1881 waren ca. 673 MillionenPesetas an Goldgeld geprägt worden. Es gelang aber der Banknicht, Goldgeld bei sich zu konzentrieren noch der Banknoteeine weite Verbreitung zu geben. Jene umsichtige Goldpolitik,welche heute den wichtigsten Faktor der Zentralbanken bildet,wurde von ihr nicht betrieben.
Die Bank dehnte auch ihre Notenausgabe bei weitemnicht bis zur gesetzlich zugestandenen Höchstgrenze von 500Millionen Pesetas aus, wie uns die Zahlen der am 31. Dezemberder Jahre 1875-1882 umlaufenden Noten beweisen. Es zirku-lierten an Banknoten am Ende der Jahre
90,9 Millionen Pesetas
1875:
1876:
102,6
1877:
95,5
وو
وو
وو
יי
1878:
92,6
1879:
84,8
وو
وو
وو
" 2
1880:
91,7
"
" 2
1881:
130,8
1882:
199,4
وو
وو
وو
وو
Aus verschiedenen Gründen war es in dieser Periode derBank nicht möglich, Banknoten beim Publikum beliebt zu machenund Goldgeld aus dem Verkehr herbeizuziehen.
Kleine Banknoten zu 25 Pesetas, welche bei der großenVorliebe der Spanier für kleines Geld große Vorteile haben.konnten und die Funktion des notalen Banknotengeldes als