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Die Grund-Entlastung in Bayern / von Sebastian Hausmann
Entstehung
Seite
19
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1. ABSCHNITT.

DIE GRÜN DHERRLICII-BÄUERLICHEN VERIIÄLT-NISSE IN DER 2. HÄLFTE DES 18. JAHRHUNDERTS.

Wenn wir nunmehr nacli diesen einleitenden Bemerkungenzur Schilderung der Lage des Bauernstandes selbst über-gehen, so kann es sich natürlich nicht um die Aufgabe handele,ein in allen Zügen gleichmässig ausgeführtes Bild der ge-samten bäuerlichen Verhältnisse zu geben, wie sie sieb imLaufe der Zeiten bis zum Anfänge unseres gegenwärtigenJahrhunderts entwickelt hatten. Es sollen vielmehr von demGesamtbilde, das die bayrische Landwirtschaft in der 2. Hälftedes vorigen Jahrhunderts uns darbictet, nur jene Züge be-sonders hervorgehoben werden, die für die Erklärung dernachfolgenden Reformgesetzgebung von entscheidender Be-deutung sind. Diese massgebenden Seiten des damaligenZustandes aber lassen sich im Wesentlichen unter die beidenGesichtspunkte zusammenfassen: einmal die persönliche Un-freiheit oder die Leibeigenschaft, dann die Bositz-und A bgab en ve r häl t nis se, w r obei insbesondere auchdie Entwicklung der mehr technischen Seite der Landwirt-schaft, die in den eigentlichen sog. Landeskultur-Mandatenihren Ausdruck findet, eine hervorragende Rolle spielt.

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