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Marx oder Kant : Rede, gehalten in d. Kunst- u. Festhalle am 9. Mai 1908 bei d. öffentl. Feier d. Übergabe d. Prorektorats d. Univ. Freiburg i. Br.
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97 Vergl. Kantstudien 1905, S. 359.

98 Kant. Betrachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen. III. Abschnitt.

99 Kant. Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht. Ausg. Kirch-mann, Bd. VI, S. 9.

100 Brief Schillers an Goethe vom 8. Juli 1796.

101 E. Bernstein. Die Voraussetzungen des Sozialismus. Stuttgart 1906. S. 129, 130,131, 133, 137.Die Ausbildung und Sicherung der freien Persönlichkeit ist der Zweck allersozialistischen Massregeln, auch derjenigen, die äusserlich sich als Zwangsmassregeln dar-stellen. Stets wird ihre genauere Untersuchung zeigen, dass es sich dabei um einen Zwanghandelt, der die Summe von Freiheit in der Gesellschaft erhöhen, der mehr undeinem weiteren Kreise Freiheit geben soll, als er nimmt. Der gesetzliche Maximalarbeitstag z. B.ist faktisch eine Minimalfreiheits-Bestimmung, ein Verbot, seine Freiheit auf länger als eine be-stimmte Zahl von Stunden täglich zu verkaufen und steht als solches prinzipiell auf demselbenBoden, wie das von allen Liberalen gebilligte Verbot, sich dauernd in persönliche Knechtschaftzu veräussern. Ebenso ist im Zeitalter des Verkehrs in unseren nach Millionen zählendenStaaten ein gesundes soziales Leben unmöglich, wenn nicht die wirtschaftliche Selbst-verantwortlichkeit aller Arbeitsiähigen unterstellt wird. Das Individuum soll frei seinnicht in dem metaphysischen Sinne, wie es die Anarchisten träumen, d. h. frei aller Pflichtengegen das Gemeinwesen, wohl aber frei von jedem ökoriomischen Zwange in seiner Bewegung undBerufswahl. Solche Freiheit ist für alle nur möglich durch das Mittel der Organisation. In diesemSinne könnte man den Sozialismus auch organisatorischen Liberalismus nennen.

102 Ed. Bernstein. Die Voraussetzungen des Sozialismus. Stuttgart 1906, S. 141, 145, 146.Der Satz des Kommunistischen Manifestes:Der Proletarier hat kein Vaterland, hat heutetrotz des enorm gestiegenen Verkehrs der Nationen miteinander seine Wahrheit zum grossen Teileschon eingebüsst und wird sie immer mehr einbüssen, je mehr durch den Einfluss der Sozialdemokratieder Arbeiter aus einem Proletarier ein Bürger wird. So wenig es wünschenswert ist, dass irgendeine andere der grossen Kulturnationen ihre Selbständigkeit verliert, so wenig kann es der Sozial-demokratie gleichgiltig sein, ob die deutsche Nation, die ja ihren redlichen Anteil an der Kulturarbeitder Nationen geleistet hat und leistet, im Kate der Völker zurückgedrängt wird. Wo in der Tatwichtige Interessen der Nation in Frage stehen, kann die Internationalität kein Grund schwächlicherNachgiebigkeit gegenüber den Prätensionen ausländischer Interessenten sein.

100 In diesem Sinne Bernstein . Wie ist wissenschaftlicher Sozialismus möglich? S. 33.

104 Bein st ein gegen Dialektik, vergl. u. a. Geschichte und Theorien des SozialismusBerlin 1901, S. 338 ff.

105 Kritik der Urteilskraft. Kirchmann S. 249, Vergl. ferner: Idee zur allgemeinen

Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, passim. Vergl. auch Vorländer. Kant und derSozialismus. Berlin 1900. S. 8 ff.

100 Ich entnehme dieses Zitat der Schrift von Vorländer . Kant und der Sozialismus, damir die in lateinischer Sprache abgefasste Schrift von Jaures :De primis socialismi Germanicilineamentis nicht zugänglich ist.

107 Ich verweise u. a. auf die ganz ausgezeichnete Rede des Sozialdemokraten Max Adler :Immanuel Kant zum Gedächtnis. Wien 1904. Derselbe, Kausalität und Theologie im Streiteum die Wissenschafl. Marxstudien, Bd. I. Wien 1904.