zeigen: »My plan — sagt er im Gegensatz zu Roscher — igno-red the merely national relations of the respective authors, andtreated them as nearly as possible chronologically, and as pheno-mena of a coherent tendency of thought« 1 ). Mit Recht tadelt erdas Durcheinander, das Roscher anrichtet: »Roscher .... makesahodgepodge of identities by jumbling together survivals of mediae-val legalism like Besold, political scientists of the obsolescent notthe evolving type like Bornitz, political philosophers of massive
mold like Pufendorf, historical philosophers like Möser.and
incidentally the cameralists« 2 ). Aber auch ihn leitet ein ähnlicherGedanke wie Marchet: die Entwicklung der politischen Auffassungzu zeigen.
Es erhebt sich nun die Frage, nach welcher Methode dieDarstellung der Kameralisten erfolgen soll: chronologisch odersystematisch? Diese Überlegung wird bei solchen historisch-theoretischen Untersuchungen immer wieder erscheinen, deshalbsagt Cusomano sehr treffend: »Due metodi di esposizione cisi offrivano per tali studi, l’uno cronologico o storico, seguendogli scrittori per ordine di tempo, l’altro sistematico, classifi-cando le loro opinioni secondo le partizioni odierne della scienza.II primo metodo molto comodo. Questo metodo ha il difettodella necessaria ripetizione dei nomi, ma anche il vantaggio dell’unitä e della chiarezza« 3 ). Trotz aller Vorzüge der systematischenMethode mußte ich mich für beide Methoden entscheiden. Zueiner einigermaßen erschöpfenden Geschichte der Kameralistenerschien mir eine ausführliche Darlegung ihrer Anschauungen un-umgänglich. Ins Gewicht fiel dabei, daß das Smallsche Buch alsenglisches doch weniger in Betracht kommt, und für weitere For-schungen das mühselige Quellenstudium erspart werden muß. Da-her wird der zweite Teil sich auf eine objektive Inhaltsangabebeschränken; er wird die alten Schriftsteller ganz in den Vorder-grund stellen, während der Verfasser zurücktritt und nur insoweiteingreift, als er — nach Pflicht des Historikers — das Relevantevom Irrelevanten scheidet. Viele Zitate sind dabei nicht zu ver-meiden. Eine systematische Gruppierung nach leitenden national-ökonomischen Prinzipien soll der dritte Teil bringen, erst hierhat die Kritik einzusetzen.
2. Nach dieser methodologischen Frage ist nun eine anderezu beantworten: Wer gehört zu den alten Kameralisten?Darüber ist man sich bisher keinesfalls klar gewesen. Roschergibt keine Aufzählung aller Kameralisten, und in den Lexissehen