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Zur Naturgeschichte des französischen Krieges / Ludwig Bamberger
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verlas am folgenden Tag, am 15., nach 3 Uhr Abends, Ollivierstatt des Ministers des Auswärtigen die Erklärung an die Kammer,in welcher dieselbe Unwahrheit in noch stärkeren Worten wiederholtwurde. Als nach .der Sitzung Lord Lyons dm Herzog v. Grainontdeßhalb zur Rede setzte, versicherte dieser ganz dreist, er habe aller-dings, indem er jene Behauptung ausgestellt, die englische Negierungdabei im Auge gehabt, und that ganz überrascht, daß diese nichtdamit einverstanden sein wollte. Und als ihm der Lord unwider-leglich bewies, daß er so unschuldig nicht sein könne, verwickeltesich der Herzog in so unverständliche und unzusammenhängendeRedensarten, daß er sich schließlich nur mit der Ausflucht zu helfenwußte: er werde seinen Gesandten in London , Herrn v. Lavalette, be-auftragen das Weitere dem Grafen Granville zu erklären. Mit diesemTrost, daß der Sinn dieser Auseinandersetzung über seinen, des Lords,Horizont gehe, ließ dieser sich auch absiuden, und setzte in seinem Berichthinzu:Ich enthalte mich daher der Angabe weiterer Einzelheiten ausFurcht irgend welchen Irrthum zu begehen (äs xsnr äs tcnndsi-äg.ns HruzlHus evntusioii)!" Auch ein hübscher Beitrag zum prak-tischen Nutzen der Gesandtschaften. Freilich kam es hauptsächlich daraufan, daß die kaiserlich napoleonische Regierung nicht au der Liebedes Ministeriums Granville zweifle. Und so schließt der Gesandteseinen Bericht an den Minister mit nachstehendem erbaulichen Satze:Ich könne nicht läugnen, sagte ich, daß die Regierung Ihrerbrittischen Majestät Ursache habe sich unangenehm enttäuscht zufühlen (cks ssQtir äössPxoints). Sie war veranlaßt wordenzu glauben, daß die Verzichtleistung des Prinzen von Hvhenzolleruauf den spanischen Thron alles sei, was Frankreich verlange.Jetzt heißt es wieder: Frankreich begehre mehr als das. Aber,wie dem auch sei, fügte ich zum Abschied hinzu, das wird gewißnicht den freundschaftlichen Gefühlen Abtrag thun, die das glück-