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ständen drei bis acht Tage zu sprechen pflegt, wurde denn aucham 14. März 1867 gegen Preußens Uebergriffe, gegen die deutsche Einheit, gcgeu des Kaisers Mitverschuldung herangewälzt. Es hebt,wenn nicht weiter rückwärts, jedenfalls mit der Geschichte Karls V.an, und hat vielleicht Herrn Ollivier und dem Herzog v. Gramvntals gelehrte Quelle für das Kriegsgeschrei gedient. Von Karl V. kommen wir auf vielgewundeuen Pfaden zum westfälischen Frieden.^.Ii, 1a dells olwss! Ehre diesem großen Werke des Heils, eswar bis 1866 die Grundlage und das Glücksfnndament des euro-päischen Friedens. „Es hat," sagte Thiers wörtlich, „die FreiheitEuropa's gegründet, die Unabhängigkeit der kleinen deutschen Staaten, den Ruhm Frankreichs . Dank diesem Frieden steht (erbedient sich der drastischen Wirkung halber an dieser Stelle derPräsentialform), Europa befreit da, befreit durch Frankreich ,und Frankreich selbst ist bedeckt mit Ruhm." Auch der UtrechterFriede, zu dem wir dauu gelangen, hat noch einmal Großes ge-leistet durch die Erhaltung der kleinen deutschen Staaten, immerhat Frankreich sie unterstützt. Aber mit dem Konsulat beginnt dieReihe der Fehler. Damals bereits fing leider Frankreich an, eineMenge deutscher Staaten zu unterdrücken. Schade, daß man nicht,wie eigentlich zu Deutschland und der Welt Glück erforderlich ge-wesen, die 300 Herrschaften jener Zeit bis auf den heutigen Tagerhalten. Wenigstens, fährt Thiers fort, hätte man dabei jetztstehen bleiben sollen. Aber seitdem häufte man Fehler auf Fehler.1815 ließ Frankreich die andern sich vergrößern, ohne selbst zuwachsen; 1864 gestattete es, — über diesen Verstoß sind alle Par-teien einig — daß Schleswig-Holstein Dänemark entrissen wurde,und nun gar 1866! Es war Pflicht der französischen Negierung,die Vergrößerung Preußens und die Bildung des Nordbundes zuverhindern. Sie mußte es verbieten und hatte ein Recht dazu als
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