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die Kammer ihr Hülfsquellen bewilligt zur Vertheidigung allerRechtsansprüche, welche unserer auswärtigen Politik zukommen.Deutschland ist für das Föderativsystem wie gemacht; es ziehtgroße Vortheile daraus, besonders aber den, ftinen Nachbarn nichtunbequem zu sein. Hören wir seinen Schluß: „Wir habeu nurein Mittel, um, sofern es überhaupt möglich ist zur Wiederauf-lösuug dessen zu kommen, was man fälschlich die deutsche Einheitnennt und das ich die preußische Einheit nenne, wir haben nurein einziges Mittel, sage ich: wir müssen uns zu Mitschuldigen(eoinxliess) der Feinde dieser Einheit machen. Und die Feindedieser Einheit, das sind die Völker, welche hingeopfert worden sind,es sind die Könige, deren Gebiet man mit feindlicher Gewaltüberzogen hat!" Das alles ist stärker, als was wir von Thiers,dem Historiker des Kaiserreichs, dem Altliberalen, anführen können.Ein Gleiches gilt von dem folgenden Passus aus deu Budgetver-handlungen desselben Jahres (1867): „Ja", rnft Favre, „wir habenuns gedemüthigt vor dem Sieger von Sadowa. Diese Schlachthatte so eben mit der Schärfe des Schwertes alle Fragen durch-schnitten, Frankreich war tief ergriffen von diesen Ereignissen, anwelchen sich zu betheiligen ihm nicht gestattet gewesen war; es thatsicherlich seinen kriegerischen Jnstincten Gewalt an, seiner heroischenNatur, die zugleich voll Edelmuths ist und es in die Stimmungversetzen mußte, uur mit größter Ungednld zu ertragen, daß eseben an diesen Ereignissen nicht theilgenommen hatte (man merkeim Vorübergehen dieses Geständniß); aber es. begriff sehr wohl,daß theilweise jener Friede (von Prag ) gegen es gerichtet warund seine Sicherheit gefährden konnte, und damals, sagte ich, er-greift der Minister die Feder, um Frankreich zu beruhigen." Hiereitirt er nun die bereits oben mitgetheilte Stelle aus Lavalette'sBrief. Allerdings, auch Favre versäumt nie hinzuzusetzen: um