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der gemäßigt republicanischen; beide zusammen also der vollkommensteGesammtausdruck der gebildeten, maßgebenden Mittelklassen bis inihre höchsten Schichten hinein, beide als die natürlichen Stützender Situation vorangestellt, Thiers für die auswärtige Diplomatie,Favre für die Politik nach innen. Wie Thiers dachte und sprach,wissen wir; hören wir jetzt Jules Favre . Ebeuso regelmäßig wieThiers begegnen wir ihm überall, wo es eine Gelegenheit gibt, derseit 1866 im Werke begriffenen Gestaltung Deutschlands entgegen-zutreten, beinahe jedesmal folgt er Thie.rs auf der Tribüne, umaus einer andern Tonart dieselbe Melodie aufzuspielen. Auch errühmt sich stets, daß er bereits 1864 zu Gunsten Dänemarks gegenDeutschland aufgetreten sei. Die deutschen Kleinstaaten sind auchihm, ihm noch viel mehr, dem großen Tribunen, die Stammsitzeder höchsten Freiheit. Fürchterlich schildert er am 14. März 1367die Aetion Preußens in 1866. „Da wendet sich Preußen (nach-dem es in den Herzogtümern gesiegt) gegen Deutschland , und mitseinem erfolgreichem Schwerte stürzt es nicht bloß die Throne um(wie verbrecherisch in Favre's Augen!), sondern es zerreißt auchdie Constitutionen der Staaten, spannt die unterworfenen Nationen(im Plural Iss irations sudjnZnsss, die Nation der Nassauer unddie Nation der Oberhessen) an seinen Triumphwagen, führt dieVolksphantasie auf Irrwege, predigt die deutsche Einheit, um inWahrheit die preußische Einheit zu machen." (Sehr gut, sehr gut!auf Seiten der Linken.) „Vergeblich", fährt der heutige Ministerder Republik fort, „vergeblich protestirt der alte König von Han-nover in beredten Worten!" Niemand, heißt es weiter, kannschmerzlicher als ich den Stoß empfinden, den uns der Sieg vonSadowa beigebracht hat, „xsrsonns ns psnt ssntir plus oruslls-rQsnt 1'g.ttöints cls la, viotoirs <1s 8g.äo^a." Wenn damals dieRegierung, sagt er gleich Thiers, Geld verlangt hätte, so hätte