Acker etwa 50 bis 60 Cents. Ebenso natürlich weichen auchdie einzelnen Berechnungen vielfach von einander ab. Nach derAufstellung eines im südlichen Minnesota wohnhaften Farmerskostet ein mit Weizen besäeter Acker für Saatkorn 100 Cents,für Pflügen 1. 25 Cents, für Eggen 20 Cents, für Säen 25 Cents,für Erndte 1. 50 Cents, für Dreschen 75 Cents, Total $ 4.1)5 =?)?> Cents per Bushel. Dieser selbe Farmer will nie billiger als80 Cents per Bushel verkauft und aus seinen 2000 Ackern einenjährlichen Gewinn von 14000 Dollars gezogen haben. Eine vielgenauere Berechnung stellte ein Herr Dalrymple auf, der gröfsteFarmbesitzer im westlichen Minnesota und östlichen Dacotah, derdem oben erwähnten englischen Ausschufs von englischen Sach-verständigen über den Getreidebau in seinem Theile des StaatesAuskunft gab. Während nach seiner Ansicht acht bis neun Dollarshinreichen, um sämmtliclie Kosten für Bestellung und Gewinnungeines Ackers Weizen zu bestreiten, läfst er sich über die Be-wirthschaftung seiner verschiedenen, zusammen mehr als 50000Acker grossen Farmen also aus:*)
«Sobald die ersten sechs Zoll Erde frei von Frost sind, alsoin der Regel um die Zeit des 1. April, wird mit der Aussaatbegonnen. Man benutzt hierzu «Scotch fife», ein gutes, hartes,dünnhäutiges Korn. Dieser Samen wird für frisch gebrocheneErde verwandt. Unkraut und namentlich Kornrade werden sorg-fältig entfernt; gedüngt wird nicht. Während des Herbstes undWinters wird der Samen für die Frühjahrssaat in Säcken, ent-haltend l“/ 8 Busheis, gepackt und, sobald es das Wetter ge-stattet, mit der Aussaat begonnen. Es geschieht dies vermittelstMaschinen, von denen hundert während dreier Wochen in Thätig-keit sind. Zweihundert Eggen vervollständigen die Arbeit; zweibis drei Umwendungen genügen. Vier Eggen arbeiten, durchKetten verbunden, als ein Ganzes, decken 20 Fufs und werdenvon zwei Mauleseln gezogen. An jeder Egge, deren Preis sichauf drei bis vier Dollars per Stück berechnet, befinden sich72 Zähne. Weder Pferde- noch Handarbeiten noch sonstigeKosten werden hiernach bis zum Beginn der Erndte für dasAusroden des Unkrauts, das Umhauen des Ackers und Beackerndes Bodens nothwendig. Die Erndte findet zu Anfang August
*) Scientific American vom 20. December 1879, S. 402.