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Staaten wieder besser und behauptet er sich nur ein Jahrzehntlang blühend, wie z. B. in der Zeit von 1846—1856, so kann dasEnde des Jahrhunderts noch die Entscheidung im Sinne deswirtlischaftlichen Fortschritts bringen. In den Tagen der Dampferund Eisenbahnen entwickelt sich zudem ein derartiger Procefsschneller als in den Zeiten der Segelschiffe und Kanal- oder garSchiebkarren-Fahrt. Man kann sich am Besten eine Vorstellungvon der voraussichtlichen Gestaltung der Dinge machen, wennman die Vorgänge in’s Auge fafst, welche jetzt in einigen östlichvom Mississippi gelegenen verhältnifsmäfsig älteren Staaten statt-finden. Ohio, Michigan, Indiana und weiter westlich theilweiseauch Missouri bringen durch sorgfältigere Bebauung und über-haupt durch rationellere Wirthschaft ihre alten Weizendistricteweder zur Blüthe, welche durch Jahrzehnte langen Raubbau inVerfall gerathen waren. Neue und einsichtigere Landwirthetreten an die Stelle der alten, nach dem Westen ausgewandertenFarmer und gleichen den neuen Staaten gegenüber durch Sorg-falt und Fleifs die geringere Ergiebigkeit des Bodens aus.
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Produktionsbedingungen und Marktpreisedes Weizens.
Die Herstellungs- und Beförderungs-Kosten des Weizensweichen natürlich in den einzelnen Staaten je nach Lage, Boden,Arbeitslöhnen und Entfernung von den grofsen Märkten bedeutendvon einander ab. Die Gewinnung eines Busheis (60 Pfund) kostetin einigen Gegenden 30, in anderen 100 Cents. Hier trägt einAcker durchschnittlich 10 bis 12 Busheis, dort, wie in den neuenGebieten des Westens, bis zu 100. Neuerdings wurde vomPräsidenten und Secretär der landwirthschaftlichen Ausstellungdes Gebietes Montana amtlich bescheinigt, dafs ein Herr JamesL. Ray von Lewis & Clark County eine Prämie für den bestenWeizen erhielt, den der Aussteller mit 102 Bushel vom Ackergeerndtet hatte. Schätzen wir etwa den Durchschnitt der ameri-kanischen Erndte auf nur 12 Bushel per Acker, so kostet derBushel bei einer Erndte zum Werthe von 9 bis 10 Dollars per