Steinkohle, bei dem noch der Minderverbrauch infolge desstarken Wettbewerbs von Mineralöl wie bessere Ausnutzung desKaloriengehalts der Kohle hinzukam. Seine Kohlenförderungwar 1927 um 37 Mill. t ^ 12,66 v. H. niedriger als 1913.Von dem Rückgang entfielen fast 27 Mill. t auf die Ausfuhr ein-schließlich Vunkerkohlen. Infolge stark gestiegener Selbstkostenwar und ist diese Ausfuhr zudem nur noch mit erheblichemVerlust möglich. England hatte im Vertrauen auf die günstigenLagerungs- und Frachtverhältnisse seiner Kohlenreviere freilichunterlassen, seine Gruben technisch auf der Höhe zu halten. Beiden stark gestiegenen Löhnen erwies sich die englische Kohlenach dem mit der Liquidierung des Ruhreinbruchs einsetzendenPreisfall aber als zu teuer, um erfolgreich mit der deutschen,polnischen, niederländischen usw. zu konkurrieren, zumal diese,um ihren Verrieb nicht allzu sehr einzuschränken, da, wo sie mitder englischen Kohle in Wettbewerb treten, ihre Kohle zu be-sonders niedrigen Preisen abgeben, was übrigens auch seitensdes englischen Kohlenhandels geschieht. Die nach dem sieben-monatigen Streik von 1926 eingetretene Ermäßigung der Verg-arbeiterlöhne hat die Lage des englischen Kohlenbergbaues nichtdurchgreifend zu bessern vermocht. Man wird abwarten müssen, obdie nach der Stillegung Tausender von kleineren Gruben in An-griff genommene Konzentration und technische Nationalisierungim Verein mit Verkaufssyndikaten eine Gesundung herbeiführenwird. 1928 war für den englischen Steinkohlenbergbau einRekordverlustjahr. Die ersten Monate des Jahres 1929 habensich in Aus- und Nachwirkung der großen Kälte für den eng-lischen Kohlenbergbau wieder günstiger gestaltet. Besondersstark ist die englische Kohlenausfuhr nach Deutschland gestiegen.
Englands Cisenindustrie hat sich ebenfalls nicht aufder Höhe der Vorkriegszeit zu halten vermocht; besonders starkist ihr Anteil an der Weltproduktion wie an der Ausfuhrgefallen, wenn sie sich auch im laufenden Jahr mit derBelebung des Welteisenmarktes wieder günstiger entwickelthat. Aehnlich in der Spinnerei. Wenngleich England seine Vaumwollspindeln gegenüber 1913 noch um 1,7 v. H. ver-
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