von dieser Partei verfolgte Politik. Die wichtigsten Bemänge-lungen sind:
1. Die öffentliche Hand in Australien borgt zuviel.
2. Das geborgte Geld wird oft nicht soweise gebraucht, wie es wünschenswert wäre.
3. Cs sind zuviel Regierungsunter-nehmungen da, die rentabler als Privat-unternehmungen geführt werden können.
4. Das australische Schlichtungs- undLohnämtersystem hat den Gegensatz zwischenArbeitnehmern und Arbeitgebern immermehr verschärft anstatt die Kluft zu über-brücken.
Gerade auf diesem Gebiete ist Australiens Gesetzgebung —weil angeblich dem Frieden im Arbeitsverhältnis besondersfördernd — weitgehend vorbildlich für die deutsche Regelunggewesen. Bei uns hat sie den erstrebten Zweck ebensowenig er-reicht; hat das Verantwortlichkeitsgefühl beider Parteien viel-mehr stark herabgedrückt und die Gegensähe verschärft; hat vorallem eine ruhige stetige Entwicklung der Lohn- und Arbeits-verhältnisse nicht aufkommen lassen. Cs wird für uns sehr lehr-reich sein, die nähere Begründung der scharfen Kritik der eng-lischen Sachverständigenkommission kennen zu lernen. Freilich,Herr Arbeitsminister Wissel! steht trotz der üblen Erfahrungen,die er mit seiner Schlichtertätigkeit im Nuhrkampf gemacht hat,unentwegt auf dem Standpunkt, am deutschen Schlichtungs-wesen und an seiner Handhabung durch ihn sei nicht das ge-ringste zu ändern.
5. Die Verwaltungen der Staatseisen-bahnen sollten von allen politischen Ein-flüssen unabhängig sein und dafür verant-wortlich gemacht werden, daß die Bahneneinen Nutzen abwerfen, anstatt wie bisherDefizite zu erleiden.
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