der Gewerkschaften und des Zwangsschiedsver-fahrens die Löhne dauernd. Darüber auch der Klein-Handelsindex von 880 in 1901 auf 1 722 in1 9 2 5. Die industrielleAusfuhr war an der Gesamt-ausfuhr nur mit 5,7 v. H. beteiligt, die Landwirtschaftmit mehr als 80 v. H. Sie wurde von der künstlichenLohnsteigerung direkt nur wenig betroffen, teils, weil bei deräußerst extensiven Bewirtschaftung des jungfräulichen Bodens inVerbindung mit der verhältnismäßig starken Kapitalverwendung(Maschinen) die Farmer mit ihren Angehörigen die Arbeit alleinverrichten, teils aber auch, weil große Teile der Land-arbeiterschaft von der sozialen Gesetzgebungausgenommen sind. Sie leidet aber insofern darunter, alsihr ihre industriellen Bedarfsartikel durch Zölle und künstlicheSteigemng der Löhne der Industriearbeiter verteuert werden.„Die Industrie kann die hohen Löhne aber nur deshalb tragen,weil sie gegen die auswärtige Konkurrenz durch Schutzzölle ge-schützt ist, die mit Steigerung des Lohnniveaus immer weitergetrieben werden."
In der Vergwerksindustrie,wo Schutzzölle sinn-los wären, hat denn auch die australische Gewerkschaftspolitikzu einem enormen Produktionsrückgang geführt. Soist die Steinkohlenförderung von 24387000 t in1911 auf 14 461 000 t in 1926 zurückgegangen; dieVleierz -förderungvon 420 000 tin 1907 auf 282 000 t in 1928, dieZinnerz gewinnung von 7900 t in 1913 auf 2800 t in 1927.Die Goldgewinnung, die 1905 noch 129 300 KZ erreichte,war bereits 1913 auf 69 162 Ks gesunken, um bis 1927 weiterauf 15 732 zu fallen. Das alles hat keineswegs seine Ursachein einer Erschöpfung der australischen Lagerstätten, sondernallein in der Verteuerung der Produktionskosten durch höhereLöhne, Materialpreise und niedrigere Leistung.
Die australische Navigationsakte, die dieKüstenschiffahrt Australien und dem Mutterlande vor-behält und von anderen Erdteilen kommenden Schiffen nicht ein-mal das Anlaufen zweier australischer Häfen auf einer Fahrt
44