anderen. Im Februar waren nur 33 v. H. Vollarbeitende,37,7 v. H. Kurzarbeiter.
Porzellan.
Auch in Porzellangeschirr macht uns die Tschecho-slowakei recht bedrohliche Konkurrenz. Hat uns der hohe Wert-zoll Englands von dessen Markt weitgehend verdrängt, so habendiese Zollmauern die tschechoslowakische Industrie mitihrer billigeren Ware nicht gehindert, ihren Absatz dort weiterauszudehnen und uns auch auf anderen Märkten zu ver-drängen. Auf denen des fernen Ostens aber unterbietet unsJapan . Nur die Ueberlegenheit in technischem und figürlichemPorzellan hat bisher einen Rückgang der Ausfuhr in der GruppeTonwaren verhindert. In Stapelware kommen wir gegen diebilligeren Löhne des konkurrierenden Auslandes nicht auf. Undwie viele altrenommierte große Porzellanfabriken arbeiten ohneGewinn oder gar mit Verlust!
Uhren.
In Uhren zeigte sich noch 1928 eine starke Zunahme derAusfuhr von 54,78 auf 66,94 Mill. RM. bei gleichzeitigerSteigerung der Einfuhr von 26,67 auf 27,97 Mill. RM. Daserste Vierteljahr 1929 bringt aber einen Rückgang der Ausfuhrum 1,5 Mill. RM. Und die Lage der deutschen Uhrenindustrieist so ungünstig geworden, daß die altberühmte Präzisionsuhren-fabrik von Lange in Glashütte den Betrieb ganz eingestellt, dieandere dortige ihn auf 40 Prozent eingeschränkt und die größtedeutsche Fabrik Iunghans in Schramberg sich zu einer ähnlichenReduktion genötigt gesehen hat. Was nützen den Arbeitern dieserFabriken die stark erhöhten Löhne, wenn sie arbeitslos werden!Und welche Kapitalien gehen dabei der ohnehin so kapitalarmendeutschen Wirtschaft verloren!
Tonwerkzeuge.
Auch in Tonwerkzeugen — vor allem Klavieren undPianinos — geht der Absatz unserer altberühmten unüber-troffenen Industrie zurück. Das Ausland schließt mit exorbitanten
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