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ten 1 . Die Lage der alten Malzmühle ist bei dieser Ge-legenheit näher bezeichnet: „tuschen den zwen por-zen". Das waren die alte Eigelsteinpforte, da ge-legen, wo die Strassen Entenpfuhl und Unter Krah-nenbäumen einmünden, und das heute noch stehendeEigelsteinthor, welches bei der dritten Stadtum-mauerung im 13. Jahrhundert entstanden ist. Fernerwurden an Zell Anteile von Renten und einem Acker-stücke von 1V2 Morgen übertragen, welches ausser-halb der Stadtmauer zwischen den Gärten und Äckerndes Bunten Convents lag. Dieser Convent hatte seinenNamen von Johann, dem Sohne von Ludwig Buntauge(„buntouge"), erhalten, der ihn 1282 für 40 arme undfromme Beginnen gestiftet hatte 2 ; er lag in der Co-lumba-Pfarre.
Im folgenden Jahre 1478 gelangte Zell in den Be-sitz einer Erbrente von 2oMark, welche auf demHausezo der Moelen auf dem Eigelstein, welches nicht mitder alten Malzmühle verwechselt werden darf, lastete 3 .Am 15. November desselben Jahres erwarb er vonPeter Siendorp eine Erbrente an einem neben demHachtthore, auf einem Stück des ehemaligen Kamp-hofes, unfern des Domes, gelegenen Gaddem 4 .
Im Jahre 1478 muss sich Zell auch mit Bauten be-schäftigt haben, da er in der waldreichen Umgebungvon Brühl „zymmerholz zo syn selfs behoeff" an-kaufte. Als man hierfür einen unbilligen Zoll erhebenwollte, nahm die Stadt sich ihres Bürgers an undwurde am 10. Juni bei dem Brühler Amtmann Evertvon Zwyvell vorstellig 5 . Mit welchem Erfolge, da-rüber hat sich bis jetzt nichts feststellen lassen.
1 Urk. 11.17.
2 Stiftungsurkunde bei Imhoff, Stiftungsurkunden von Klöstern, Ho-spitälern und Conventen, ausgezogen aus den Kölnischen Schreins-büchern S. 52. 53.
3 Urk. 13. — 4 Urk. 14—16. - 5 Urk. 12.