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Im März 1479 erhielt Zell 20 Mark Erbzins anLiegenschaften in der Spulmannsgasse und kleinenWitschgasse und Ende Juni des nächsten Jahres er-warb er von Johann Zudendorp von Mülheim zweiHäuser unter einem Dache in der grossen Witsch-gasse 1 . 1481 übertragen ihm Johann van Roide unddessen Gattin Anteile an dem Hause Alt-Montabaur,welches beim Filzengraben dem Hause Wingart ge-genüber lag 2 . Am 21. Juni 1482 ist die Erwerbung derHälfte des Eigentums von 1 Vi Morgen Land, am grü-nen Wege nach Mauenheim zu gelegen, beurkundet,am 3. Juli geht auch die noch fehlende Hälfte diesesGrundstücks auf Zell über 3 . ZuderselbenZeitwurdeihm das Eigentum der Liegenschaften in der Spul-mannsgasse und kleinen Witschgasse wegen unbe-zahlt gebliebenen Zinses zugesprochen; nach Erwir-kung des Schöffenurteils giebt er dasselbe alsbald indritte Hand 4 .
Am 26. Januar 1485 ist eine Erbrente an einembedeutenden Güterkomplexe, der zum Bezirk Eigel-stein gehörte und zum Teil innerhalb, zum Teil aus-serhalb der Stadtmauer lag, auf Zells Namen über-geschrieben. Es ist die einzige Zell betreffende Be-urkundung in den Schreinsbüchern, bei welcher sei-nem Namen auch sein Stand „buichdrucker" hinzu-gefügt ist. Am 5. Juli desselben Jahres wurde Zellschon Eigentümer der Güter 5 . Er hatte damit erwor-ben: 1. Eine Stätte, auf welcher vormals eine Scheunegestanden, der Stadtmauer gegenüber neben demHofe zum Rothstock am Walle gelegen. 2. Ein vorder Stadt am Mauspfade gelegenes Ackerstück, ge-
1 Urk. 18—20. Johann Zudendorp war ein angesehener Goldschmied,der das grosse Haus „Salmenacke" auf der jetzigen Hohenstrasse be-wohnte (Schrb. Col. Cler. S. 1442) und 1468 unter dem Namen „Johannvon Moelenheym" in den Registern der Ratsmitglieder erscheint.
~ Urk. 22. — 3 Urk. 23—25. — 4 Urk. 26—27. — 5 Urk. 28—30.