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logie und der Erbauungslitteratur an und sind in latei-nischer Sprache gedruckt, es sind also Werke, welcheim allgemeinen nicht illustriert zu werden pflegten 1 .Bücherschmuck gehört daher bei Zell auch zu denSeltenheiten. Ich finde solchen in der Passio Christi exquatuor evangelistis von Petrus Keyerslach 1487,den Commentaria in sex tractatusPetri Hispani von G.HARDERWYCK1492, derPostilla des Nikolaus de Lyra o. J. und dem Horologium devotionis des Frater Ber-tholdus o. J. 2 Das Bild auf dem Titelblatte zur Passiostellt die Scene dar, wie Christus am Kreuze von demKriegsknechte mit dem Speere in die Seite gestochenwird. Der Holzschnitt ist nicht ungeschickt, aber gänz-lich unschraffiert. Im Gegensatz hierzu zeigt der aufBlatt 31a befindliche, stilistisch weniger gute Cruci-fixus dicke Strichlagen, welche nach der Mitte scharfabsetzen. Die Commentare des Petrus Hispanus schmückt ein arbor porphyriana, ferner eine figuraoppositionum et equipollentiarumpropositionum mo-dalium, welche dreimal wiederkehrt. In der Postillades Nikolaus de Lyra finden sich in Bd. 1 und 3 eineAnzahl Holzschnitte, die jedoch, weil sie nur einfachearchitektonische Konstruktionen darstellen, nicht vonBedeutung sind. Eine Ausnahme macht der blatt-grosse, doppelt umrandete Holzschnitt auf dem erstenBlatte der Lage M in Bd. 3. Über einem besterntenBogen sitzt thronend der Heiland, mit der Rechtensegnend, in der Linken die Weltkugel haltend, dieganze Gestalt ist von einer Mandorla umgeben. Andem Bogen zeigen sich die vier evangelistischen Sym-bole, die Mitte des Bildes nehmen zwei verschlungeneRäder ein. Unten sind die vier evangelistischen Sym-
1 Vgl. Zaretzky, Die Kölner Bücher-Illustration im XV. u. XVI. Jahr-hundert: Zeitschrift f. Bücherfreunde Jahrg. III 1899/1900 S. 129 ff.
2 Hain *9779. ^8361. *I0368(III). 8931.