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schnitt, welcher uns bei dem ersten Kölner Typo-graphen begegnet. Ich habe es in folgenden Druckengefunden: Alexander Gallus, Doctrinale 1491; Har-derwyck, Commentaria in sex tractatus Petri Hispani1492; Harderwyck, Commentaria in IVlibros novaelogicae 1494; Alexander Gallus, Doctrinale P. 11494;Reparationes librorum totius naturalis philosophiae1494; Hieronymus Estensis, Libellus in praeconiumurbis Aggrippinae; Historia sive legenda beatissimaevirginis Barbarae. Zells Drucke sind fast durchwegauf festem pergamentähnlichem Papier hergestellt,die Druckerschwärze ist vortrefflich. Der Chrysosto-mus von 1466 hat als Wasserzeichen einen kleinenOchsenkopf mit Stab und Stern, der uns in späterenDrucken noch oft begegnet. Die sonst in dem von Zellverwandten Papier vorkommenden Wasserzeichensind recht mannigfaltig, am häufigsten trifft man nebendem Ochsenkopf ein p, eine Krone, einen Napf undein Einhorn an.
Über die Höhe der Auflagen ZELLScher Verlags-werke hat sich nichts ermitteln lassen. Dagegen gebenuns über die Preise, zu welchen ZELLsche Drucke inden Jahren 1479 und 1485 verkauft worden sind, dreiOriginalbände in der Kölner Stadtbibliothek einigeAufschlüsse. Ein Band in 4 0 mit den Schriften: Ger-son, De custodia linguae; Gerson, De meditatione;RoDERicus Zamorensis, Speculum vitae humanae ent-hält auf dem Innern des Einbandes die handschrift-liche Notiz: Liber Christiani Gheverd(es) de HamborgColonie comparatus per eundem precio 5 U unius flo-reni anno 1470 nono. In einem Folianten mit des Guil-lermus Postilla super epistolas et evangelia, der einDruck von Guldenschaff vorgebunden ist, steht aufdem Deckel geschrieben: Item emi istum librum proundecim marcis quatuor albis et tribus mauris anno
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