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17. Februar 1911 in einem Vortrage vor dem „DeutschenLandwirtschaftsrat“ bekundet.
Die stärkere Intensität der landwirtschaftlichen Nutzungdes Bodens hat allerdings die Tendenz, einen grösserenBedarf an Arbeitskräften zu schaffen. Aber diese Tendenzwird ausgeglichen oder gar überwogen von der entgegen-gesetzten, auf die Ersparung menschlicher Arbeitskräfte ge-richteten Tendenz, die von der Verbesserung der Wirt-schaftsmethoden, insbesondere der stärkeren Verwendungvon Maschinen, ausgeht. Dagegen bot die von der natür-lichen Beschränktheit der Bodenfläche weniger abhängigeIndustrie und der in dieser Beziehung nahezu ganz freieHandel dem grossen Bevölkerungszuwachs eine willkommeneAufnahme. Die folgenden Zahlen geben von dieser gewal-tigen, auf ein Vierteljahrhundert sich zusammendrängendenVerschiebung ein klares Bild:
Berufs-
gruppen
Jahre
Erwerbs-
tätige
Erwerbs-
tätige
zuzügl.
Angehörige
und
Dienstboten
in % derReichsbevölkerung
Erwerbs-
tätige
Erwerbs-tätigeund An-gehörige
Land-und
1882
8 236,5
19 225,5
18,0
42,0
Forstwirt-
1895
8 292,7
18 501,3
15,9
35,6
Schaft
1907
9 883,3
17 681,2
15,9
28,5
1882
6 396,5
16 058,1
14,0
35,1
Industrie
1895
8 281,2
20 253,2
15,9
38,9
1907
11 256,3
26 386,5
18,2
42,5
Handel
1882
1 570,3
4 531,1
3,4
9,9
und
1895
2 338,5
5 966,9
4,5
11,5
Verkehr
1907
3 477,6
8*278,2
« *
5,6
13,3
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