ausbeute drohen, stellen sich so von selbst Erwägungen gegen-über, welche dem abnehmenden Bedarf des Verkehrs selbst ent-nommen sind. Auf welche Art von Beobachtungen sich eineglaubwürdigere Wahrscheinlichkeitsberechnung gründen lässt, obauf solche, die in die Schachte des unerschlossenen Erdreichseinzudringen versuchen, oder auf die, welche den zu Tageliegenden Gang der wirtschaftlichen Entwicklung verfolgen, bleibedahingestellt."
Welchen Standpunkt Bamberger gegenüber der Behauptungeinnahm, Deutschlands Ubergang zur Goldwährung und diedeutschen Silberverkäufe hätten die Silberentwertung verursacht,und durch eine nur vom willkürlichen Belieben der Regierungund des Reichstags abhängenden Schwenkung der deutschen Münzpolitik könne das Silber wieder rehabilitiert werden, dasist bereits an der Hand seines Aufsatzes über die „Entthronungeines Weltherrschers" dargelegt worden. Unmittelbar nach derEinstellung der Silberverkäufe, als es sich darum handelte, obdiese Massregel aufrecht erhalten oder ob die Silberveräusserungwieder aufgenommen werden sollte, erfuhr dieser Streit natur-gemäss eine Zuspitzung dahin, wie weit die deutschen Silber-verkäufe den Preisrückgang verursacht hätten. Dr. Otto Arendt stellte damals die These auf: „Wie die deutsche Münzreformdurch ihre Folgen die Silberentwertung überhaupt erst ermög-lichte, so wurde diese durch die deutschen Silberverkäufe undnur durch diese direkt herbeigeführt." Die eingehendestatistische Widerlegung dieser These, welche der Zunahme derSilbergewinnung und der starken Abnahme des Silberbedarfsfür Ostasien ihren Anteil an der Silberentwertung zuwies,wurde im wesentlichen durch Soetbeer geführt, dessenwissenschaftliche Ehrenhaftigkeit von Arendt unter gröblichenInjurien in Zweifel gestellt worden war. Diese Arbeit erforderteein so eingehendes und zeitraubendes Quellenstudium, dassBamberger , dessen Arbeitskraft noch durch eine Reihe andererpolitischer und wirtschaftspolitischer Fragen in Anspruch ge-nommen war, sich in der Hauptsache darauf angewiesen sah,die Ergebnisse der fleissigen und gewissenhaften ForschungenSoetbeers zu verwerten.
In dem Ausgangspunkt der ganzen deutschen bimetallistischenBewegung jedoch stimmte Bamberger lange Zeit mit seinen