und Schlagworte, welche damals von bimetallistischer Seitegegen die Goldwährung vorgebracht wurden, und zwar in derunübertrefflich gemeinverständlichen und eleganten Weise, welchealle seine für die Belehrung weiter Kreise bestimmten Schriftenauszeichnet. Er führte am Eingang dieser Schrift aus, wie dieBrüsseler Konferenz den deutschen Silberleuten den Anlass zueinem neuen Vorstoss — zu ihrer verunglückten Interpellationvom Dezember 1892 — gegeben habe, und wie die bei dieserGelegenheit erlittene Niederlage „das Gefühl der Feindseligkeitverschärfte, welches die von den Führern des Grossgrundbesitzesim Osten der preussischen Monarchie geleitete agrarische Parteiwegen der Politik der Handelsverträge gegen das System desGrafen Caprivi hegte. Von nun an wurden die Bemühungen,die deutsche Landwirtschaft gegen die Reichsregierung undgegen die bestehende Gesetzgebung in Sachen der Handels-politik und Währung aufzuregen, mit immer grösserer Machtin Angriff genommen. Die Tivoli Versammlung vom 18. Februardieses Jahres (1893) und die Gründung des Bundes der Land-wirte haben ein Massenaufgebot von Agitation auf die Beinegebracht, wie man es in Deutschland lange nicht gesehen hatte".
Die bimetallistische Bewegung wurde verschärft, als Indienaus dem Misserfolg der Brüsseler Konferenz die Konsequenzenzog und die freie Silberprägung aufhob (im Juni 1893), undals die Vereinigten Staaten Ende 1893 die Shermanbill undmit ihr die Silberankäufe suspendierten. Es trat von neuemein rapider Preissturz des Silbers ein, bis auf 27 d.
Die Reichsregierung glaubte, der bimetallistischen Be-wegung eine Konzession machen zu müssen; sie berief imFebruar 1894 eine Enquete-Kommission zur Prüfung derFrage, obund durch welche Massregeln eine Hebung und Befestigung desSilberwertes erreicht werden könne.
Auch Bamberger wurde von der Regierung in dieseKommission berufen; er nahm die Berufung an, obwohl ervoraussah, dass die Verhandlungen keinerlei praktische Be-deutung gewinnen würden. Er erklärte in der ersten Sitzung:
„Ich bin, indem ich mich bereit erklärt habe, auf Anfrageder Reichsregierung an dieser Kommission teilzunehmen, meineneignen Impulsen von der Notwendigkeit einer solchen Kom-mission nicht gefolgt. Für mich liegt die Frage so, dass ich