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praktische Vorteile zu erwarten haben von einem solchen inter-nationalen System, gerade wie von einem metrischen, das sinddie, welche es am wenigsten nötig haben, welche geschäfts-mässig sich mit der Hantierung von Geldmaterien abgeben,und für welche es durchaus nicht so sehr darauf ankommt, hiereine Erleichterung zu bekommen, als für das Volk, welchestäglich im kleinen sein Geld auszugeben und zu empfangenhat, und auf dessen Fassungskraft wir vor allen Dingen denÜbergang zu einem neuen Münzsystem berechnen müssen.(Sehr gut! Sehr richtig!)
Meine Herren, in dem Masse, als die Distanzen der unter-einander Verkehrenden zunehmen, in dem Masse nimmt dieWichtigkeit ab, welche ein gleiches, gemeinsames Münzsystemhat. Es kommen dann so viele andere Umstände noch hinzu,welche die Beziehungen differenzieren, dass es auf die identischeMünze auch weniger ankommt. Wenn Nachbarstaaten dieselbeMünze haben, so drückt sich das Wechsel Verhältnis durch eineinfaches Plus oder Minus auf dieselbe Münze aus, welches manVerlust oder Agio nennt. Wenn Frankreich und Belgien mit-einander verkehren, so drückt sich das Wechselverhältnis indem Worte Verlust oder Vorteil auf den Franken in Paris oderauf den Franken in Brüssel aus. Gehen Sie über die nächstenBeziehungen hinaus, wo ein kurzer Transport und die nächstenBerührungen mitwirken, so kommen eine Menge anderer Um-stände hinzu; müssen Sie gar über See schicken, so kommtmit der Gefahr die Assekuranzprämie hinzu, es kommt dielange Zeit, der Zinsverlust hinzu, es kommt unter Umständender Verschleiss der Münzen hinzu, die namentlich bei langenEisenbahn-Transporten immer etwas Gewicht verlieren; es kommtferner eine Menge von Berechnungen hinzu, die doch machen,dass man nicht sagen kann, dass derjenige, der heute in New-York oder Lissabon von Berlin aus zu bezahlen hat, dass derwird einfach sagen können, die Mark z. B., wenn sie hier unddort gilt, verliert oder gewinnt auf Lissabon so und so viel,und es ist nur nötig, sie hinzuschicken. Auf diese Weise wird,es sich nicht machen. Diese grossen Geschäfte werden immerin den Händen derjenigen sein, die sie gewerbsmässig betreiben,und für die die einfache Identität nicht so eminent wichtig ist«