mannes lautete — ich kann ihn _ dem Herrn Reichsministernennen, wenn er ihn nicht kennen sollte —: wenn es nur diese"Vorlage ist, die nichts als einen Kassenkurs für das Gold willund welche die Silberausprägung weiter erlaubt, dann ist esviel Geschrei und wenig Wolle. (Sehr richtig!)
So lautete es schriftlich gegeben, meine Herren. Ist esaber — fahrt das Gutachten fort — Ernst mit der Vorlage;wird die Silberausprägung sistiert, wird das Silber eingezogen,dann müssen wir uns ernstlich mit dem Gedanken befreunden,dass auch wir den Pfaden der deutschen Nation in der Rege-nerierung des Münzsystems folgen müssen.
Meine Herren, ich glaube in diesem Punkte genug gesagtzu haben, und rechne wirklich auf wenig Widerstand von Seitender Reichsregierung, wenn ich ein solches Amendement ein-bringen werde. Im ganzen wird die Schwierigkeit der Durchsführung nicht zu bewältigen sein ohne vollständigeüber-sichtliche Leitung der Finanzverhältnisse derganzen Nation. Und ich glaube, diese wird wesentlich auseinem Zusammengehen der Preussischen Bank mit dempreussischen Finanzministerium sich begründen müssen. Wiewichtig die grossen Geldinstitute in unserer Zeit für Regelungder internationalen Verhältnisse sind, können wir in diesemMomente sehen. Denn wenn ich Ihnen vorhin erwähnte, dassnach dem letzten Berichte vom englischen Silbermarkt dasSilber in einem Verhältnis gestiegen ist, das seit Jahresfristnicht mehr existiert hat, so schreibt sich das zum Teil daher,dass die französische Bank den Zinsfuss hinaufgesetzt hat undsich dadurch in die Lage versetzte, Silber zu beziehen. Diesegrossen Geldinstitute, welche den Geldverkehr der Länder jetztcentralisieren, sie haben einen eminenten Einfluss durch Regu-lierung des Zinsfusses auf die ganze Cirkulationsbeschaffungvon Europa und sogar der ganzen Welt, und nur aus einervollständigen Übereinstimmung der massgebenden Faktoren imReiche kann diejenige Vorsicht und Behendigkeit hervorgehen,welche notwendig ist, um diese delikate Operation nach allenSeiten durchzuführen. Ich möchte in dieser Beziehung auchdem Herren Reichsminister eine Erwägung nahe legen, die ichfrüher schon hier vorgebracht hätte, für die aber damals die