Abonnenten zu wehren, die vom Redakteur verlangen, er möchte dies ) In kurzen Zwischenrüumen werden die Manuskripte in die
und das aufnehmen, Dinge, die im Rahmen eines ernsten Tageblattes ? Setzerei
unmöglich Aufnahme finden können, will man sich nicht in den Ruf > geholt. Hier waltet der Betriebsleiter feines schwierigen
Letzer^er^onsl.
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eines „Käsblättchens" bringen lassen, ein Wörtchen, das schon beiWürdigung bedeutenderer, wirklich erörternswerter Tatsachen nur zugern von manchen Leuten im Munde geführt wird. Gleicht so eineRedaktion nicht et-wa einem Tauben-schlag? Und kön-nen viele der Leseraufrichtig von sichsagen, daß sie unteroen gleichen, ner-oenpeitschenden Um-ständen imstande wä-ren, so verantwor-tungsvolle Arbeit zuleisten, wie sie tag-täglich von einerRedaktion gefordertwird? Von derernstestenErörterungeiner politischenFrage springt dieFeder über zur Be-sprechung irgend ei-nes humorvollen In-termezzos, von einerbeißenden Kritik zueinem allversöhnen-den Nekrolog, vonschauerlichen Mord-nachrichcen zur Be-schreibung irgendeines lustigen Vor-tragsabends usw.,
M-islßinen- und Drucker-per; on-il.
Amtes; er ist dafür verantwortlich, daß zur rechten Zeit die einzelnenKolumnen (Seiten) fertig werden, er verteilt die Manuskripte an dieSetzer, kleinere Sachen an die Handsetzer und die „großen Fetzen"
an die Maschinen-setzer. Ist der Stoff-andrang aus derRedaktion immens,was meistens derFall ist. so müssendie Manuskripte zer-schnitten werden,und jeder Setzer er-hält dann ein Stück.Dieses oft so not-wendige Verfahrenveranlaßt die Re-daktionen immerwieder zur Bitte andie Mitarbeiter, siemöchten ein Blattimmer nur aufeiner Seite be-schreiben. Ist einManuskript so wich-tig, daß es unbe-dingt noch in dieZeitung kommensoll, das Papieraber auf beiden Sei-ten beschrieben, sokann es nicht zer-schnitten werden,und infolgedessen
kurzum, eine kun-terbunte Gefühlsskala hat ein Redakteur im Laufe eines Vor-mittags zu durchlaufen, so daß er mit der Zeit entweder einwahrer Gefllhlsathlet oder „gefühllos" werden muß, um allenEreignissen standzuhalten, die von Minute zu Minute auf ihneinstürmen und ihm kürzer oder länger zu schassen machen.
kann sich nur ein
Setzer damit beschäftigen. Das ist gar oft der Grund, daß der be-treffende Artikel mit dem besten Willen seitens der Redaktion an demgewünschten Tage nicht mehr Aufnahme finden kann.
Nun haben die Setzer ihr Manuskript auf ihrem Kasten.Hunderte- und aberhundertemale greift jeder in diesen, denn nicht nur