des hinter dem Giehrad befindlichen, durch einen Gasbrenner ge-heizten Schmelztiegels sich fest gegen die Hintere Oeffnung der Guß-form anlegt, während der Pumpenkolben das flüssige Metall in dieGußform einspritzt. Die so gegossene Zeile wird sodann durch Messerbeschnitten und von einem Hebelin das Zeilenschiff geschoben, indem sich auf diese Weise Zeile anZeile reiht. Hat die Matrizen-zeile ihren Zweck erfüllt, d. h.wurde eine Zeile von ihr ab-gegossen, so werden die Matrizenautomatisch nach oben in denAblegekasten befördert, währenddie Ausschließkeile (Zwischen-räume) in gleicher Weise in ihrenKasten zurückgeschoben werden.
Matrizen und Ausschließkeilemachen also einen fortwährendenKreislauf in der Maschine, unddiesem Umstände, sowie der Mög-lichkeit, daß, während eine Ma-trizenzeile abgelegt wird, einezweite schon gegossen und aneiner dritten Zeile gesetzt werdenkann, verdankt die Maschine ihregroße Leistungsfähigkeit. ImBetriebe unserer Offizin stehenauch Modelle der Linotype -Maschine, mit denen es möglich
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berührt nacheinander, wie bei der Schreibmaschine, die entsprechendenTasten. Hat eine Zeile die richtige Länge erreicht, dann drückt er aufdie „Einrücktaste" und bewirkt dadurch das Einrücken der Betriebs-kraft. Hierauf erfolgt selbsttätig und nacheinander der Schluß der
Matrizenzeile, alsdann durchDrehung der Ausschlußringe dasAusschließen selbst, worauf sichder Gießapparat mit der Gieß-form gegen die Matrizenzeile be-wegt. Die Gießpumpe preßt dasflüssige Metall in die Gießform,tritt sofort zurück, woraus die imAugenblick durch Wasserkühlungerstarrte Zeile aus der Gießformherausgedrückt und von Schabe-messern abgeputzt wird. Danngleitet sie in das unten ange-brachte Schiff, wo sie sich an ihreVorgängerin anlehnt. Die ganzeBewegung der Maschine, vomEinrücken der Kraft bis zum Er-scheinen der fertigen Zeile,dauert 2H Sekunden. Der Setzerhebt hierauf den Oberteil der Ma-schine in die Höhe, läßt ihn hin-tenüber schwenken, wodurch sämt-licheMatrizen an ihren Ausgangs-punkt zurückgleiten, d. h. ab-gelegt werden; sodann beginnt
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ist, zwei und drei verschiedeneSchriftarten (z. B. gewöhn-liche und halbfette Fraktur bezw.diese beiden Gattungen nebst An-tiqua', in wiederum je zwei unddrei Schriftgrößen (z. B.
Garmond und Petit bezw. Borgis,
Petit und Kolonel) zu verwenden,so daß von einer Maschine z. B.in neun verschiedenen Schriftartengesetzt werden kann.
Ein anderer Typ der Setz-maschinen ist der „Typograph"
(siehe Abbildung Seite 31). DieseMaschine besteht im wesentlichenaus dem Unterteil mit Gieß-und Ausschlußapparat und demschwenkbaren, mit Tastenbrett ver-sehenen Oberteil, der korbähn-lich mit 84 starken Drähten über-spannt ist. Jeder Draht trägt amoberen Ende einen gewissen Vorratvon Matrizen je einer Buchstabensorte, die beim Tastenanschlag durchihre Schwere in richtiger Reihenfolge zu der Sammelstelle am vor-deren Ende Herabgleiten. Eine besondere Taste dient zum Einfügender ringförmigen Ausschlußstücke. Die Handhabung des Typographist folgende: Der Setzer liest das Manuskript zeilenweise ab und
das Setzen der nächsten Zeile. DieDruckzeilen gelangen nach dem Ge-brauch wieder in den Schmelztiegelund können beliebig oft umgegossenwerden. Auch mit dem „Typograph"erreicht ein Setzer mit längererUebung ungefähr das Dreifache derHandarbeit. Der ganze Setzapparat(Oberteil) kann von der Maschineabgehoben und gegen einen solchenmit Matrizen irgend einer anderenSchriftsorte ausgewechselt werden.Auch vom „Typograph" gibt es einModell, womit ein Satz von zweiverschiedenen Buchstabengrößen an-gefertigt werden kann. Ein solchessteht auch in unserer Druckerei.
Sobald das Manuskript abgesetztist, werden davon Abzüge gemacht,die zu den
Korrektoren
wandern, die den Druckfehlerteufelaus dem Satz hinausjagen sollen. Als Korrektoren werden meistenserfahrene, entweder durch jahrelange Setzsrtätigkeit aus allen Ge-bieten kenntnisreich gewordene Fachleute oder Nichtbuchdrucker mitguter Schulbildung engagiert, die eine Präzisionsarbeit zu verrichtenhaben, wie sie selten ein Beruf verlangt. Und trotzdem so viele Druck-
LHnellpreüen- und Oiegelöruckprehen-Lool (c/. L. Iö).
Stereotypie (c/. H. Iö).