*)(15)(*ſetzet/ ſondern mit guten bedacht und ſcharffen nachſinnen / ſo gardas mancher der ſeine verſion oͤffters und fleißig uͤberſehen auchwohl in die ʒwanꜩig Jahr damit zugebracht/ ſich nicht verdrieſſenlaſſen/ alles ʒuʒerreiſſen und von vornen anʒufangen/ wenn ihmeine beſſere methode geʒeiget worden. Denn daß ich ieꜩo desDeſmarais Titum Livium, des Giri Apologeticum Ter-tulliani, des Boelau Epictetum, des Arnaud d' Antilli Joſe-phum geſchweige/ ſo haben Vaugelas durch uͤberſeꜩung desCurtii, noch mehr aber der Herr D' Ablancourt durch verdoll-metſchung des Thucydidis, Frontini, Minucii Felicis, Ar-riani, Cæſaris Luciani und Taciti ihre Namen unſterblichgemacht/ und muß ich bekennen/ daß die Verſion des Tacitimir bey leſung dieſes Autoris fuͤr einen der beſten Commenta-torum, ſo viel den Verſtand davon anlanget/ gedienet habe/ inder uͤberſeꜩung des Luciani aber ein ſolches Kunſtſtůck verborgenſtecke/ welches einen abſonderlichen weitlaͤufftigen Diſcurs ver-dienet. Wannenhero Amelot de la Houſſaie weißlich ge-
than haͤtte/ wenn er in ſeinen Diſcurs über die Commentato-res und Verſiones Taciti und in dem Tractaͤtgen von der
Schmeicheley ſein einfaͤltig Judicium von des d' Ablancourtuͤberſeꜩung bey ſich behalten haͤtte/ denn ſo haͤtte der ungenante
Defenſor des D' Ablancourt ihn auch ʒweiffels ohne fuͤr einen
gelehrten Franꜩoſen und geſchickten Dollmetſcher paſſiren laſ-ſen/ da er hingegen bey dieſer Bewandnuͤß den armen Amelotrecht unbarmherꜩig ſtriegelt/ und auch die geringſten Fehler/welche ihm ſonſten billig ʒu uͤberſehen geweſen waͤren/ fuͤr-
ruͤcket.
Aber wir muͤſſen uns nun auch unter uns umbſehen/ was
es mit denen Geſehrten fur eine Bewandnuͤß habe. Es giebtja noch in Dentſchland gelehrte Leute/ aber nicht ſo haͤuffig als
in Franckreich/ weil ſich ſehr viel von denen unſerigen auff die Ab-ſtractio⸗