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fertiget worden / die entweder aus iꜩerwehnten Mangel guterBelohnung und daß ſie oͤffters mehr famis ſedandæ als famæacqvirendæ gratia die Feder ergreiffen muͤſſen/ oder aber ausMangel eines reinen und Hochteutſchen Styli; als welchenman nicht in Schulen/ ſondern in Geſellſchafft anderer Leuteu d Leſung anderer Buͤcher begreiffet/ uns keine anmuthigeVerſion geben wollen/ oder koͤnnen. Zugeſchweigen/ daß viel-faͤltig Exempel koͤnten angefuͤhret werden/ wie offtermahlen ar-me Stuͤmper/ die kaum ʒwey oder drey Worte von der Sprache/aus welcher die Uberſeꜩung geſchehen ſoll/ verſtehen/ und bey iederPhraſi das Lexicon brauchen muͤſſen/ ſich des dollmetſchensanmaſſen/ und es auch ſo dann toll und taͤmiſch genung machen.Ich entſinne mich/ daß fuͤr etlichen Jahren ein politiſch Tractaͤt-gen heraus kommen/ in welchen der Autor ſeine Schreibart de-ſto beſſer ʒuverbergen viel Franꜩoͤſiſch unter das Teutſche gemi- ſc et hatte. Als nun die Exemplaria hiervon meiſtens abgan-
gen/ und ſelbiges wieder auffgelegt werden ſolte/ wolte der Ver-
leger denen jenigen ʒu gute/ ſo kein Franꜩoͤſich verſtehen dieFlanꜩoͤſiſchen Worte und paragraphos alsbald darbey teutſchmit uͤberſeꜩen laſſen/ und trug dannenhero dieſe Muͤhewaltungeinem auff / der das vertiren nicht gelernet hatte/ welcher auch inder That eine ſolche Probe ablegte/ daß man zum wenigſten beyder geradebrechten Verſion was ʒulachen kriegte ; denn es warenin der Warheit etliche Redens⸗Arten ſo ungereimbt uͤberſetzt/daß auch Heraclitus ſeine Thraͤnen haͤtte auff eine ʒeitlang ab-trocknen muͤſſen/ wenn er ſolche geleſen haͤtte. Ich will nurExempels weiſe die vornehmſten hier anfuͤhren.(I.) Er
wird dadurch den Ruhm d' un homme ſage er-
werben: da er ſonſt par un emportement brutaloder durch eine brutale ausfuͤhrung ſeiner Sache ſichuͤber⸗