*)(22)(* keit / mit dem was ſie gelernet haben / fort. Ich halte gaͤnꜩlich da-vor/ wann man dieſes nur mit wenigem verſuchte/ man wuͤrde gar-bald einen mercklichen Vortheil daraus ſpuͤhren. Zum Exem-pel: Wenn ein Fuͤrſt im Reich von 18. oder 20. Jahrennicht alleine gruͤndlich davon raiſonniren koͤnte: Worinnen dasAmt eines Chriſtlichen und weiſen Fuͤrſten insgemein be-ſtehe? Wie er ʒufoͤrderſt denen Goͤttlichen Geſeꜩen gehor-ſame Pflicht ʒu leiſten ſchuſdig? Wie weit ihn das natuͤrli-che Recht gegen alle Menſchen verbinde? Was GOtt uͤberdieſes in dem allgemeinen Sitten⸗Geſetz / ſo er bald nach Er-ſchaſſung der Welt/ oder nach der Suͤndfluth dem ganꜩenmenſchlichen Geſchlechte publiciret/ von ſelbigen erſordere?Worinnen das Weſen und der Grund der wahren Chriſt-chen Religion beſtehe? Wie das Kirchen⸗Regiment gefuͤh-ret und der Kirchen⸗Friede erhalten werden muͤſſe? Wieder Profan⸗Friede ſo wohl aͤußerlich als innerlich ʒu befeſti-gen? Wie ein Fuͤrſt nach dem gemeinen Voͤlcker⸗Recht mitandern Staaten und Republiqven umbgehen ſolle? Auffwas Art er das intereſſe ſeiner Benachbarten beobachtenmuͤſſe? Wie er bey Zeiten und im Frieden darauff bedachtſeyn ſolle/ daß er vor allen feindlichen Unſall ſicher ſeyn koͤn-ne? Wie er ſcharffe Kriegs⸗diſciplin ſolle halten/ dabene-ben aber auch guten und richtigen Sold geben? Wel-
cher geſtalt und ʒu was Ende er ſich mit andern Fuͤrſten oh-
ne Shaden und mit Nuꜩen in Buͤndniſſe einlaſſen ſolle? Wie die Unterthanen in guten Sitten auffʒuʒiehen? Wienach derſelben genio oder ſonſt nach erheiſchender Noth-durfft die cvil-Geſeꜩe einʒurichten? Wie weit dieſelbigenʒu exeqviren oder in was maſſe ein Fuͤrſt ohneGefahr dar-innen diſpenſiren koͤnne? Wie ferne die Straffe ʒu min-dern oder ʒu ſchaͤrſſen? Was fuͤr Diener einem Fuͤrſten zu
Un⸗