*)(23)(*Unterhalt ſeines Staats und ʒur Nothwendigkeit des ge-meinen Beſtens vonnoͤthen/ auch was dererſelben ihr Amtſey? Wie die Gerechtigkeit gehandhabet werden muͤſſe / daßkeinem ʒu kurꜩ geſchehe/ noch die Unterthanen durch lang-weilige Proceſſe ausgeſogen und muͤrbe gemacht werden?Wie Zoͤlle und Contributiones ohne groſſe Beſchwerungderer Unterthanen oder Hinderung der Commercien an-ʒulegen/ auch wie ſolche loͤblich und wohl angewendet wer-den ſollen? Und wie endlich derer Unterthanen Nahrungmercklich gehaͤuffet und befoͤrdert werden koͤnne? Wennſage ich/ ein Fuͤrſt nicht allein dieſes alles wohl verſtůnde/ und hier-nechſt ſo wohl in alten als neuen ſo wohl in Kirchen⸗als pro-fan⸗Hiſtorien wohl verſiret waͤre/ auch fuͤrnehmlich denZuſtand des H. Roͤmiſchen Reichs deutlich innen haͤrte/ undmit guter Art von allen durch eine geſchickte Rede nach demkurꜩen Hof⸗ſtylo ſeine Gedancken eroͤffnen/ oder einen net-ten und artigen Brieff verfertigen koͤnte; ſondern uber dieſesdasjenige/ was insgemein ʒu dem Amte eines Furſten gehoͤret/auff ſich und ſeine Unterthanen inſonderheit wohl ʒu appli-ciren wuͤſte; Die intention ſeiner Benachbarten; SeinerUnterthanen naturell/ das Thun und Verhalten ſeinerCleriſey und Bedienten/ das Vermoͤgen ſeiner Untertha-nen/ die Nuꜩbarkeit ſeines Landes etc. genau bemerckete/und aus dieſem allen dienliche Mittel ʒu ſuchen wuͤſte/die gemeine Ruhe und Wohlfahrt zu befoͤrdern etc.ſo halte ich gaͤnꜩlich dafuͤr/ man wuͤrde einen ſolchen Herrn mitgutem Fug fuͤr einen gelehrten Fuͤrſten paſſiren laſſen muͤſſen/und wo mir recht iſt/ ſo hat Plato auff einen ſolchen geʒielet/ wanner geſaget: Daß alsdenn die Republiqven hoͤchſt gluͤckſelig ſeyn
wuͤrden/ wenn entweder die Fuͤrſten philoſophirten oder denen
Philoſophis die Regiments⸗Laſt auf getragen wuͤrde. Aber iſt denn