58 Versuch von dem Wesen ^^^^
indem ich ja an dieDernunfft ohne den Menschennicht gedencken tan / so ferne es wahr ist/ daß dasWesen des Menschen in der Vernunjft besiehe.Denn wie wolte es möglich seyn / daß ich an dasWesen eines Dinges ohne dasselbigc Ding gedencke/oder auch das Ding ohne sein Wesen/ die beschriebe-ne Sache ohne ihre Beschreibung/ oderdie Beschrei'bung ohne die beschriebene Sache/(<iekmtionem li-ns cje6nitti,) ein Ding ohne eben dasselbige (iclem5 ..n ^» -jc > ne eoclsm) bedencken tönte. 2. So ist ein grosser Un-^.-z?. tcrscheid;. e. zwischen der Menschheit und denMen-
scheN(iar-r.->dttl-s^llm«-cc>QcrLcllm)WeNN ich den-selben überhaupt betrachte (canqmnn universale seutpacism.) Die Menschheit kan ich als das Wesendes Menschen ohne den Menschen nicht betrachten/aber denMenschen überhaupt kan ich wohl alittr-M-ren ohne eintzele Menschen/ und ein Thier ohne seine
Arten ( liominöm aKKi'.iIiere ^oiHim ^ in6ivu!uiz
animzl ^ lpscielzuz An!mslilim.) Der Unterscheidbestehet fürnehmlich hieriiinen/ daß die Betrachtungderer allgemeinen Dinge (conce^tus u»iverl»liumconcr-torum ) mehr eine Zusammensamlung als eine
Abziehung sey (colleÄic, c^uzm ildttraSio. )
Ilnd damit man diesen Unterscheid desto besser be-griffen möge/so ist diese Zusammensamlung der Zu-sammenrechnung in dcrRcchen-Kunst/nnd dieAbzie-
huNgderAbrcchNIlNg gleich (coIleÄio5lmilis»ciäicio.ni, .iKKräÄ!o sudcracUoni). ^. Man lehret insgemein
dasAbziehung nichts andeis sey/als dieVetrachtungderForme einesDinges ohne seine m?n<:rie,z.e.Weni!man die Vcrnunfft/ als die Forme des Menschen. nach der gemeinen Lehre / ohne Ansehung des Men-schen betrachtet. Wenn ich nun gleich dieses »nehmenwolte/so würde ich doch draus.schließe/weil dcrGeistdie Forme aller Cörper ist/daß auch alle adttractioii
in