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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
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184
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»84 Versuch von demWesen

?K, ,71. Hieraus folget ferner/daß der Ver-stand ein leidendes l»rinc^ium sey / nicht abereinthuendes / weil er von dem Willen etwas leidet/derWille aber hingegen leidet nicht von demVer-stände.

71,. 172. Leidende Princip-, oderWerckzeu-zekönnen einem Dinge sein Wesen nicht geben/noch für dessen Form ausgegeben werden. Unddannenhero / wenn gleich z. e. ein Schmid oderAimmermann u.d.g. Hammer brauchen/ dievongleick)cr Grösse/ oder von eben dersetbigcnm3terisgemacht sind / sind dennoch der Schmid und derAimmermann deßhalb nicht für einerley Hand-werckzu rechnen / sondern dem Handwerck nachspecis unterschieden.

II!. 17z. Also ob glechalle Menschen einer--?eMeidendes ?nncipium, oder einerley Werc?-^^eug ix'r Seelen haben / nemlich den Verstand/^ so kan man doch daraus nicht unterscheiden/ob dieMenschen von einer/ oder unterschiedenen Artensind. .

174. Derowegen müssen wir den Un-terscheid der Menschen von den Thieren und un-ter sich in was anders als in dem Verstände su-chen/ weil wir oben einem jedweden Geist etwasvernünfftiges zugetheilet/ auch jedem Geist eineBegierde und Art von Willen zugeschrieben., . " 1K. 175. Wie der Geist des Menschen von55. dem Geist aller übrigen sichtbaren Geschöpfte un-terschieden sey/ist aus demleicht abzunehmen was

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