186- Versuch von demWcsen
gantzeZeit ihres Lebens haben/ hingegen bey denMenschen so viel unterschiedene Begierden alsMenschen seyn / und ein Mensch in einer kleinenViertelstunde von unterschiedenen mit sich selbststreitenden Begierden hingerissen und unruhig ge-macht wird-
179. Hieraus aber folgen andre neuöWahrheiten / die abermals aller Heimischen?l-ulolopliis widersprechen/ aber mit der Schrifftwohl überein kommen; daß die Menschen nichteincrleyArt seyn/und daß derMensch eine elendereCreatur sey/ als alle andere sichtbare Creaturen.
1K. iZo.Was das erste betrifft/ ist die Sa-che leicht zu erweisen. Alle Cörper/ die unterschie-dene Arten von wirkenden ?nncis)iis haben/find auch unterschiedener Art. c) Nun haben aberdie jenigen / so unterschiedene.inclinztioncs undWillen haben / ein unterschiedenes würckcndesi>nrrctpium. Und alle Menschen haben nichtallein einen unterschiedenen / sondern ihrer vielegantz widerwärtige Willen. Weshalben auchalle Menschen unterschiedene Bildungen alsAnzeigungen des unterschiedenen Willens ha-ben, u)
7k,. i8r. Alle Menschen kommen zwardanmt überein / daß sie von Natur weder GOtt/davon man eben hier nicht sagen will/ noch an-dere Menschen vernünfftig/ wohl aber alle sicht-bare
r) Besiehe oben rk. 55. »4.1.7« ») ci, ii,. zz. 84.