der Buchdruckerkunst.
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Iahren 14Z6 bis 14Z9. Dieser Theil der Geschichte, der sonst so vieleVerwirrungen unter den Schriftstellern gemacht hatte, ist durch dieSchöpflinische Entdeckung nunmehr außer allen Streit gesetzt; nichts fehltmehr, als zu wissen, womit man sich daselbst beschäftigt habe.
EM Anhang dieses Abschnitts wird die alte Sage untersuchen, woherder Irrthum der Strasburgischen Schriftsteller der vorigen Jahrhun.derte gekommen se», daß man Johann Mcnteln für den Erfinder derBuchdruckercy ausgegeben hat, au welcher Sage er allem Vermuthennach selbst keinen Theil hatte.
Der zweyte Abschnitt wird einen Versuch darlegen, ob die Harlenn'scheBuchdruckereyerfindungsgeschichte die iücks der Jahre zwischen demWeggange Gttttenbergs von Strasburg, und dessen Wiedererscheinungzn Mainz , mit Wahrscheinlichkeit ausfüllen könne. Die Sage von demHarlemischen Koster ist so alt lind umständlich, als die von dem Stras-burgischen Mentel war; und warum sollte sich nicht eben so gut eine Ver-bindung der Harlemischen Erfindungsgeschichte mit der Mainzer vermu-then lassen, als sich die Strasburgische mit eben derselben bestätigt hat?Gleichwohl ist eö zu der Einsicht nöthig,
Eine Einleitung voran zu schicken, welche dis Entstehung der ge-wöhnlichen Harlemisthen Erfindnngsgeschichte chronologisch dar-stelle, und bis zu ihrer ißigen Gestalt bringe. Sie wird dienen, dasHinzugedachte von den Vermuthungen zu scheiden, und wird der nach-folgenden Hypothese die nöthige Wahrscheinlichkeir zuwende».
Der dritte Abschnitt begreift die Gttttenöergischen Versuche in Mainz in der Fttstischen Gesellschaft von 1450 bis 145;. Dieser Theil derErsindungsgeschichte ist durch das gesnndene Hilmaspergische Documentaußer allen Zweifel gesetzt worden; nichts schlt, als die mehrere Erkenntnißihrer eigentlichen Beschäftigung: und es muß der Zeit überlassen werden,ob uns Mainz hierinncn noch eine eben so wichtige Entdeckung machen werde.
Ein Anhang zu diesem Abschnitte soll die Wirklichkeit einer Bibel von1450 prüfen, und die Reihe der Bibeln untersuchen, die darauf An-spruch gemacht haben. Die liebe zu Seltenheiten, und die wenigeKenntniß in dieser Sache, hat die Anzahl derselben ohne Grundübersiüßig vermehret.
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