Part 
Theil 1 (1777)
Place and Date of Creation
Page
2
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 
  

2 Gelingen. Glücken. Glücklich. Glückseelig.

ner ganzen Macht angreifen möchte. Dieser Anschlaggelnng ihm. Bei Belagerung einer Stadt der Mattier,warf er sich von der Mauer hinab, in die Stadt. Die-se That, welche an sich höchst verwegen war, und wor-über er l-nchr sein Leben häcte einbüssen können, glückteihm doch in so weit, daß e-' mit einer geringen Verwun-dung davon kam, und die Stadt erobert ward.

Die Maßregeln, welche der König Sobiesky N'hm,Wien zu entsetzen, gelungen ihm so gut, daß er dieTürken schon angris, ehe sie noch seine Ankunft erfahrenhatten. Hingegen seine Unternehmungen aus die Mol-dau und Walachei, wollten ihm nicht glücken, weilihm in einem Jahre, die Dürre, und indemandern, derviele Regen zuwider war.

Anmerkung. Die Wörter, geratben und einschlagen, wel-che ebenfalls einiger Maaßen, Hieher können gerechnet werden. S«besonders.

2. Glücklich. Glückseelig.

aS durch einen Zufall gut ausschlagt, oder von demGlücke und einem besondern Schicksale herrühret,nennet man glücklich, was an sich und seiner Naturnach, unseren Wolstand befördert, ist glückseelig.

Man kann sagen: Ein glücklicher Krieg, wenn erohne Schaden geführet wird, und zufalliger Weife, gutausschlagt. Aber nicht ein glücksceliger Krieg, dennan sich selbst, ist der Krieg niemals gut. Hingegen: Einglücksceliger Frieden, weil er an sich felbst, und feinerBefchaffenheit nach, das Beste und den Wolstand derMenschen befördert.

Meine Bemühung ist glücklich ausgeschlagen. Esfiel mir ein glücklicher Gedanke ein. Es gehet allesglücklich, und dergleichen. Diefe Redensarten bezie-hen sich auf etwas Zufalliges. Eine glückseelige Un-ternehmung, ein glückseliges jeden, beziehet sich aufdie ^-ache selbst.

Einen