2o Abdanken. Absetzen. Entsetzen. Erlassen.
ii. Abdanken. Abseyen. Entsetzen. Erlas-sen. Abschied geben- Verabschieden.Ein Amt niederlegen.
Hsbdanken kann gesagt werden, sowol von demjenigen,^ welcher ein Amt besitzet, und cS nicht mehr verwal-ten will, als auch von den Obern, welche es ihm anver-trauet haben, und ihn nicht langer dabei lassen wollen.Sie dain'en ihn ab.
Adsi".zen, ctttjeczen, erlassen, wird nur bloß vonden Ober» gesagt, welche ans geivisten Ursachen, jeman-den ein bisher geh les Amt, wieder nehmen.
Abschied geben und verabschieden, wird von de-nenjcnigcn gesagt, welche jemand in ihren Diensten ha-ben, wenn sie ihn nicht langer d'.U'in b.halten wollen.
Abdanken, ist eigentlich mit lAner Unehre ver-knüpft.
Absetzen und entsetzen, führen allemal den Begriffgewisser Vergehuna.cn, oder begangenen Fehler mit sich,warum man eines Annes beraubt wird.
Erlassen, setzet voraus, daß jemand die Beseelung,von seinen bisherigen Diensten selbst gesodert habe, odersie ihm, wenn er wegen Schwachheit und kranklicher Um-stände^ ein Amt nicht mehr zu verwalten tüchtig ist, zuseiner Nuhe ertheilet werde.
Abschied gebe-z und verabschieden, scheinen denBegriff der Erthcilung eines schriftlichen Zeugnisses mitsich zu führen, welches man jemanden darüber gibt, daßer wirklich entlasse, ist, worin man auch wol anzeiget, wieer sich in seinem Dienste v.'rhal.en hat. Zum wenigstenwerden diese Wörter, besonders von den Soldaten, Be-dienten und solchen Personen gebraucht, denen man beiihrer Entlassung dergleichen schriftliches Zeugniß zu erthei-len pfleget. Man nennet Abschied, sowol zuweilen dieEntlassung selbst, als auch besonders daö schriftlicheZeug-
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