Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Abschied geben. Verabschieden. Ein Amt m'ederl. 21

niß, welches darüber gegeben wird. So sagt man: DerOfficier hat seinen?ibscl?icd gefordert. Weil ich meinemBedienten, denäohn nicht erhöhen wollte, foderte er seinen<lbsch!cd, und dcrgl.

Wenn derjenige, welcher bisher ein Amt besessen hat,abdanket, so gibt uns die Etymologie des Wortes selbst,den Begriff, daß «r seinen Obern, für das ihm bisher vcr-lieh-me Amt Dank abstatte, und die Ursachen anzeige,warum er cs nicht mehr verwalten will. Eben dieser Be-griff, findet gewisser Maaßen Stakt, wenn die Obern je-mand abdanken, daß sie nchmlich, ihm für seine bishe-rige Dienste danken, und ihn auf eine anständige Wch'eerlassen, welche ihm keine Unehre macht. So werdenbisweilen die Befehlshaber der Soldaten abgedanket,auf solche Weise, daß sie entweder noch eine Belohnungihrer Dienste bekomme», oder wenigstens mit einem höhe-ren Titel beehret werden.

Es ist wahr, daß, weil das Wort abdanken, garzu gemein geworden, und man es auch von den niedrig-sten Bedienten gesagt hat, es zugleich etwas von seinerWürde verlohren hat, und einiger Maaßen unedel gewor-den, so daß man von einem Manne von Verdiensten undAnsehen, allemal lieber sagen wird: Er ist seiner Diensteentlassen, als er ist abgedankt worden; Allein es füh-ret doch wirklich nichts beleidigendes mit sich, und mansagt ganz gewöhnlich: Ein ab.qedankrer Soldat, oderein abgedankter Gfsicier, ohne daß man einen solchendadurch beleidiget. In einer Gesellschaft z. E. treffe icheinen Unbekannten an; Ich frage jemand, wer dieser sey;Man gibt mir zur Antwort: Es ist ein abgedankter <Z)f-sicier, welcher an diesem Orte, sein Gnadengehalt verzeh-ret; Darin ist gar nichts beleidigendes für ihn. DieAll-gem. deutsche Bibliothek bemerket im 2 St. des 27 B.daß die Rede ganz gewöhnlich ist, von einem Prediger zu

'B sagen.