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Oerter. Orte.
s Sam. i. v.2i. Der Schild Sauls, als war« er nichtgesalbet mit Oel. Imgleichen Ps. z> v^ 2. Ergreife denSchild und Waffen.
Wenn aber das Wort Schild des ungewissen Ge-schlechts ist, so hat es in der vielfachen Zahl, die Schil-der. Z. B. Das Schild, welches die Handwerker überihre Thüren aushängen. So sagt man: Die Handwerks-leute sind leicht an ihren Schildern zu erkennen, indemdie Schneider eine Scheere, die Tischer einen Hobel, dieBuchbinder ein großes Buch, auf einer Tafel gemalet ha,den; Hingegen die Schilder der Gastwirthe haben oftnichts, woran man sie erkennen kann, indem sie oft Bil-der der Städte, Thiere und dergleichen, zu Schildernüber ihre Thüren setzen.
Das Schild heißtauch bei einigen Handwerkern einsilberner Zierrath, welchen sie an den Willkommen han-gen. Imgleichen nennen die Schlösser das Schild einBlech, welches zu Bedeckung und Verzierung des Schlüs-selloches dienet, und dieses Wort wird noch in mehrerenBedeutungen genommen, dann hat es aber allemal in dervielfachen Zahl die Schilder.
Das Wort Schild wird auch in der Wapenkunst ge-braucht, da es seinen Ursprung von den Schilden hat,womit sich die Alten im Kriege zu bedecken pflegten, unddie Vorstellung eines solchen Schildes ist, daher ist es indieser Bedeutung des mannlichen Geschlechts, und Frischführet die Redensart an: Einem in den Schild reden,ifttlAma alicuju8 in chiklUln voczre, folglich muß derSchild im Wapen, auch im Plurali die Schilde ha-ben. So sagt Frisch: Schildig, was einen oder meh-rere Schilde hat.
39. Oerter. Orte.
)ie mehrere Zahl Derter, braucht man vors erste, alseine allgemeine Benennung, der Städte, Flecken
und