86 Dreist. Kühn. Herzhaft. Verwegen. :c.
nen, und Porus am besten that, die Gefahr nicht zuscheuen, sondern frei seine Meinung zu sagen. Hinge-gen war es eine verwegene Ancwort, welche einige vomBajazech crzehlcn, daß er dem Tamerlan , der ihn frag,te, wie er ihn würde gehalten haben, wenn er von ihmwäre gefangen worden, zur Antwort gegeben: Er hatteihn in einen Käfig einsperren lassen. Denn dadurchsehte er sich ohne Noth in Gefahr, von dem Ueberwin-der, eine gleiche Bcgegnnng zu erfahren.
Alexander grif gemeiniglich die Feinde mit grosserKühnheit an; Aber er war auch oft so verwegen,sich in die dicksten Haufen der Feinde zu wagen.
Man kann auch das Wort keck, noch Hieher rechnen,ob es gleich selten gebraucht wird, und zu veralten schei-net. Es kommt her, von dem alten Worte Oueck,oder (Quick, welches munter, lebhaft bedeutet, daher(Vueck Silber -ii-Aemum vivuu,. Man hat es An-fangs, sagt Wachter, in seinem Glaßario, für lebhast,stark, vermögend, hernach aber für kühn gebraucht,weil diejenigen, welche ihre Starke und Vermögen ken-nen , gemeiniglich dadurch kühn gemacht werden. Esscheinet also, den Begriff, einer solchen Dreistigkeit,oder Zxühiiheit zu geben, welche mit einer besondernLebhaftigkeit und Munterkeit verknüpft ist, und wobeiman viel auf feine Kräfte trauet. Man braucht , sowol in einem guten als böfen Verstände. Jemand keckunter Augen treten: Aeck auf den Feind los gehen:Aeck antworten, und dergl.
In der allgemeinen d. Vibl. hat man ganz richtigangemerket, daß ich dieses Wort anzuführen vergessenhabe, welches ich auch selbst, schon in dem Vorbedachtzum 2ren Th, erinnert. Allein die Erklärung, welcheda'elbst gegeben wird, nehmlich; „So wie derjenige„drcisc genannt wird, der in seinen Unternehmungen„keine Schwierigkeiten scheuet, so heißt derjenige keck,
„der