Belistcn. Ueberlisten. Berücken. 97
Boten Sauls, da sie ein Bild an Davids Stelle, insBette legte. 1 Sc.m. 19.1?. Die reichen Juden octro?gen die Armen, da sie ihnen Spreu für Korn verkauf-ten. Amo6 8, 6.
Es ist wahr, diese Wörter werden bisweilen, eins fürdas andere, von einerlei Sache gebraucht; Allein sie ha«ben doch allemal eine gewisse Beziehung, auf den ange-führten Unterschied. Man kann sagen: Laban rauschereden Jacob, weil er ihm sein Versprechen nichc hielt, undauch: Er betrog den Jacob, weil er ihm die hcsilicheTochter, an statt der schönen gab. Die Gibeoniter l)in--rcrglcngcn den Iosua, in Absicht aufihreVerstellung,sie betrogen ihn, in Absicht dessen, daß sie das Bünd-niß, welches sie verlangeten, als etwas Gutes vorstelle-ten, ohngeachtet es den Israelnen schädlich war.
Jupiter schickt, beim Homer, einen TraumgottzumAgamemnon , welcher ihn durch Eingebung eines TranmS,verleiten muß, die Trojaner in Abwesenheit des Achillesanzugreifen. Dieser Traum tau sichere den Agamemnon,weil das Versprechen, oder die Vorbedeutung desselben,nicht erfüllet ward. Man kann auch sagen: DieserTraum betrog den Agamemnon, weil er anstatt desGuten, welches er Hoffete, etwas schlimmes empsieng,und an statt des erwarteten Sieges, eine Niederlageerlitt.
So sagt man auch: Meine Hosnung hat mich indieser Sache getäuscdet, in Absicht, daß das Gute, soich mir davon versprach, nicht geschehen ist. Imglei.chen: Ich habe mich in meiner Hcfnung betrogen, weilich an statt des Guten, si> ich erwartete, etwas schlechtesbekommen habe.
Die Wörter Vollsten, und Üeberlisten, werdenselten gefunden, unterdessen hat sie doch Frisch, in seinemWörterbuche, und sie scheinen mir in der That, sehr gutzu seyn. Sie führen über den Vegrif des Himerrte-Srosch l. Th. G hens,