98 Tauschen. Hintergehen. Betrügen. :c.
hens, noch diesen mit sich, daß es mit einer besondernList geschehe. Es würde ganz gut geredet seyn: DieGibeoniter belisteren den Iosua. Thcmistocles beli--stere die Lacedemonier, als er die Mauern zu Athen auf-bauen ließ.
In der Süßen Rroneke, von 1492. sinde ich ineinem ahnlichen Verslande, das niederdeutsche Wortbei!!okc,:, von klug, beklugen. De keiser de sachdat he bekloket was.
Belisten, kann von einer jeglichen List, überlistennur von einer solchen gesagt werden, wodurch man ent-weder, jemand plötzlich in Schaden bringet, und dasUnglück ganz unvermuthet über ihn führet, oder welcheeine andere List, so man wider uns hat gebrauchen wollen,übertrist.
Man kann auch daö Wort berücken Hieher rechnen,ohngeachtet es nur in einem uneigcntlichen Sinn, mitden vorigen gleichbedeutend ist. Eigentlich wird es vonden Vögeln gebraucht, über welche das Netz zusammengezogen, oder zusammen gerückt wird, wenn sie gefan-gen werden. Jemand berücken, will also so viel sagen:Ihm heimlicher weise allerlei Nachstellungen machen,wodurch er sich plötzlich, gleichsam verwickelt und gefangensiehet. Daher kommt auch die Redensart: Jemanddas 57lerz über den Rspfwerfen. Vielleicht abermöchre mancher, dieses lieber von den Keugrii« herlei-ten, welche in den Schauspielen der Römer, sich miteinem blossem Netze, wider die bewafneten Fechter ver-theidigen musten, und deren gröste Kunst, vornehmlichdarin bestund, daß sie ihrem Widerpart, das Netz überden Kopf warfen, und ihn darin verwickelten. Zumwenigsten würde diese Ableitung gelehrter klingen.
Es sind noch andere Redensarten der deutschen Spra.-che; welche hiemit einigermassen überein kommen, alsz. E. Einen hinter das Acht führen. Zhm eine Nase
andrehen.