Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Trost. Tröstung. Trostlos. Untröstlich. 99

andrehen. Ein T, für ein U, machen. Etwas weismachen. Bei der Nase herum führen. In die Fichtenführen. Etwas aufbinden, u. a. m. Doch solchegehö-ren mehr, unter die Sprüchwörter, undGleichnißrrdlN,als unter die gleichbedeutenden Wörter.

51. Trost. Tröstung.

i^>asjenige, was uns wirklich bei einem Unglück auf-^ richtet, und beruhiget, ist ein Trost. Die Uefa,chen und Gründe, welche man uns zu unserer Beruhi-gung vorstellet, find Tröstungen.

Hebr. iz, ly- heißt: Unser Trost ist der, daß wirein gut Gewrssen haben. Und man sagt oft: Unschul-big seyn, ist ein grosser Trost. Das gute Gewiss»,und die Unschuld, ist dasjenige selbst, was uns beruhiget.

Ps. 94,19. heißc es: Deine Tröstungen erquicktenmeine Seele. Und man kann sagen: Bei diesem Un-glück, stclleten mir meine Freunde, die kräftigsten Trö-stungen vor. Die Tröstungen, sind dasjenige, wo-durch man sich die Beruhigung und den Trost zu ver-schaffen sucht.

Man legt auch den Tröstungen, bisweilen die Be-Nennung des Trostes selber bei; Aber es geschiehet unei-gentlich, und ist nur eine

oder Verwechselung der Wirkung für die Ursache. Ichh.,be ihm guten Trost gegeben. Er will keinen Trostannehmen.

52. Trostlos. Untröstlich.

trostlos beziehet sich auf den Trost und die Beruhi-^ gung in dem Unglück selbst. Untröstlich auf dieTröstungen und Gründe, welche man uuö zu unsererBeruhigung vorhält.

Wer