IOO Tod. Hintritt. Abschied. Ablcbcn. Absterben.
Wer gar keinen Trost hat, der ist trostlos. Beiwein die Tröstungen keine Wirkung rhun, der ist unströstlich.
Man sagt: Dieser Mensch, ist in seinem Elende ganztrostlos gelassen, das ist, er hat nicht das geringste, wo-mit er sich aufrichten und trrstcn, was ihn einigermassenberuhigen kann. Hingegen: Er ist untröstlich, heißt:Er will keine Tröstungen annehmen: Ob man ihm gleichalle Gründe zu seiner Beruhigung vorstellet, so ist dochseine Traurigkeit so groß, daß diese Gründe, bei ihm kei-nen Eindruck machen.
5Z. Tod. Hintritt. Abschied. Ableben.Absterben.
od ist das allgemeine Wort, welches den Gegensahvom Leben ausdrücket, und wird nicht nur von Men-schen, sondern auch von Thieren, ja von allen Dingen ge-braucht, die ein Leben gehabt haben, sogar, daß man voneinem verdorrcten Baume sagt: Er ist tod. Die an-dern Wörter werden nur bloß von dem Menschen ge-braucht.
Hintritt führet den Begriff eines Ueberganges in einanderes Leben mit sich, und hat eine Beziehung auf dieReligion, welche uns lehret, daß wir nach diesem zeitli-chen in ein ewiges Leben eingehen werden.
Abschied siehet auf die Verlassung der Welt und al-ler irdischen Dinge, von welchen wir im Tode uns fchei-den müssen.
Ableben zeiget bloß an, daß der Mensch zu leben auf-höre, und
Absterben drücket die Hinwegnehmung aus der Zahlder Lebendigen aus, es stehet besonders auf dieienigkn, mitwelchen wir in dem Leben Umgang gehabt haben, und de-nen wir durch den Tod entrissen worden. Der Sterbende,stirbt besonders seinen Freunden ab.
Natur.