Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Sterben. Umkommen. Entschlafen. :c.

Natürlicher weise, siehet man den Tod, als etwasschreckliches an, aber ein Christ hat bei seinem Hinrrircden Trost, daß er zu einem besseren ^eben übergehe.

Der Abschied ans dieser W^lr, ist nur deswegen be-trübt, weil wir alles verlassen müssen, was uns lieb ge-wesen ist. Und weil wir unseren Freunden entrissen wer-den, so kann es nicht anders seyn, ihre Tranrigkeit bewegtsie, bxi unserem Absterben Thränen zu vergiessen. EinTestament wird nur erst vest durch den Tod, und es istdaher unrecht, die Erbschaft eines Menschen, noch vor sei-nein Ableben in Besih zu nehmen.

54, Sterben. Umkommen. Entschlafen.Im Treffen Fallen. Bleiben. MitCode abgehen. Abgehen.

rerben wird von einer jeden; Umkommen nur voneiner gewaltsamen Todesart; Entschlafen nurvon einem sanften Tode auf dem Bette, gebraucht.> Man sagt: Eines natürlichen, und auch: Eines ge-waltsamen Todes sterben- Vor Alter sterben. An ei-ner Krankheit, an einer Wunde sterben. Hungers ster-ben, u. s. w. Sogar von einem Missethäter, welcher hin-gerichtet worden, sagt man: Es wahrste lange, ehe ersterben konnte. Nachdem er lange den Händen der Ge-rechtigkeit entgangen war, muste er endlich am Galgensterben, oder auf dem Rade sterben. Das Vieh stirbt.Es ist ein Sterben unter den Schafen, unter dem Horn-vieh , unter den Pferden.

Umkommen, wird nur von einem gewaltsamen oderelenden Tode gebraucht. Im Wasser umkommen. ImTreffen umkommen. Durchö Schwerdt umkommen.Vor Hunger umkommen. Elendiglich umkommen.Das Vieh muß vor Kälte und Hunger umkommen,u.s.f.

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