Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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IO6 Vor. Vorne. Es gehet die Sage. Die Rede. :c.

mir da gewesen, und von dem d>rrc: Er stand vor mirin der Kirche. Das Wort vorne zeiget das crsie odervorderste Theil eines Dinges an. Die Mauerbrecher derAlten, waren vorne mit Eisen bclchlageu.

Vor ist ein Dorrvorr, (?i^olitio) und hat zumGegensatz nach in Absicht auf die Zeit, und hinter inAbsicht auf den E>rr. Wir haben den Alten, welche vor ^uns gelebet haben, viel nützliche Erfindungen zu danken,und wer weis, ob diejenigen, welche nach uns kommen,dergleichen von uns werden sagen können. Er nahm dasBuch, welches vor ihm lag, und warf es hinter sichzurück.

Vorne ist ein Nebenwort, (^verbium) und hat zumGegensatz, hinten. Dieses Haus, ist vorne neu ge-bauet, aber hinten ist es noch sehr altvaterisch. Manführetc mich vorne herein, und Hinren wieder heraus.Von hinten war mir dieser Mensch unbekannt, sobald ichihn aber von vorne sahe, kannte ich ihn gleich.

58. Es gehet die Sage. Die Rede.Das Geschrei.

iese Redensarten, drücken die mündliche Fortpflanzung'einer Zeitung oder Begebenheit ans, und obgleichdie Sache, welche erzehlet wird, wahr oder falsch seynkann, so zeigen sie doch zugleich an, daß man keinen siche-ren Grund habe, ihr Glauben zu geben.

Die erste, wird sowol von alten, als neuen Begeben-heiten gebraucht. Es ist eine alte Sage, daß auf demBlocksberge die Hexen zusammen kommen. Die gemeineSage gehet unter den ieuten herum, daß der Herr N»keines natürlichen Todes gestorben sey, u. s. w.

As gebt die Rede, sagt man nur von neuen Bege-benheiten, welche erst kürzlich geschehen seyn sollen, oderin kurzen geschehen werden. As geht die Rede, daß

der