Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Leichnam. Leichc. Rumpf. tiz

em.vestrr, das Wachs ein weicher/ das Wasser einstößiger Rörper.

Uneigentlich sagt man auch von einem Menschen: Erpfleget seinen Zxörper, aber ee ist nur im Scherz, manbeschuldiget ihn damit gleichsam einer gewissen Trägheitdaß er gar zu sehr die Ruhe liebe> und jxist wie ein blosserAörper ohne Bewegung sey.

Bisweilen braucht man auch das Wort Zv5rper, ineinem sehr weitlauftigen Sinn, und verstehet dadurch ulleö)was eine Ausdehnung hat, und dann kann man lebendigeund leblose Aorper unterscheiden.

In der Zergliederungskunst, nennet man mich einenLeichnam einen Körper. Man sagt: Einen Aörperzergliederm

6z. Leichnam. Teiche. Rumpf.

^>ie Wörter Leichnam und Leiche, werden oft einsfür das andere gebraucht. Frisch selber halt beidesfür einerlei, denn er schreibt in seinem Wörterbuch?:^.Leichnam ist im feinen Reden so viel als Leiche.,;(Siehe Frisch Wörterb. i Th. auf der 601 Seite.) Alleinmich dünkt dem jetzigen Gebrauch nach, werde wirtlicheiniger Unterschied dazwischen beobachtet.

Man nennet nemlich einen Leichnam, den todtenLeib eines Menschen, es sey nun, daß er erst kürzlich, oderschon lange verstorben sey. Leiche hingegen bedeutet ei-nen Todten, welcher erst kürzlich gestorben ist, oder auch>welcher noch auf der Baare liegt.

Man sagt: Es ist ein Leichnam ausgegraben wor-den, welcher schon halb verweset war. Hingegen: Es isteine Leiche in diesem Hause, verstehet sich nur, von ei-nem Todten, welcher erst vor kurzen gestorben ist. Voneiner ägyptischen Mumie, kann man wol sagen: Es ist derLeichnam eines ehemaligen Königes, nicht aber: Es istdie Leiche eines Königes von Aegnpten. Man sagt: DasSroschl-Th. H Schlacht-

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