Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Freude. Frdlichkcit. Lüstigkeir. Freudig. :c. 117

het, fo daß ein vernünftiger Sinn daraus entstehet. Erspricht gut französisch, würde so viel siigen dißjelnandden rechten Thon in diestr Sprache fasset, und eine gureAussprache hat. Er redet gut französisch, würde nochdiese- anzeigen, daß er auch die Wörter i» ihrer gehörigenOrdnung, lind nach den Regeln der Sprache v-rbuidct.Wenn man sagt: Der Voacl hat sprechen gelernet, sowürde man nur anzeigen, daß er einige Wörter ausspricht.Wenn man sagt: Er hat reden gelernet, würde es so vielheissen, er könne auch mehrere Wörter zusammensetzen,und ganze Redensarten hersagen, welche einen verständli-chen Sinn geben.

Die Redensart: Ich habe mit ihm von der Sachegesprochen, würde, der eigentlichen Bedeutung nach,unrecht seyn. Man würde besser thun, wenn man in die-sem Fall allemal sagte: Ich habe mir ihn: davon gere-der. Woserne man nicht, diese sowol, als einige andere;Z. E. Ich wollte ihn nur auf einen Augenblick sprechen;Kann ich ihn nicht zusprechen bekommen? und derglei-chen; mit einer rhetorischen Figur entfthuldigen, und sa-gen wollte: Es sey eine Verkleinerung, da man wenigersagt als man verstehet, oder als man wirklich sagen will.(k-1eiol!i!, cum iuinu5 cÜL!tui> -nimn ilNciÜAttur.) Manwill zwar wirklich mit dein andern, von einer Sache re-den, aber man brauchtdasWort sprechen, umesgerin-ger vorzustellen, als ob unsere Rede, eben keine sonderlicheAufmerksamkeit von dem andern erfodern, und er dabei,nicht vielmehr werde zu thun haben, als wenn er nur bloßdie Thone einiger Worte hörete.

66. Freude. Frölichkeit. Lustigkeit.Freudig. Frölich. Lustig.

H^ie Freude ist ein Vergnügen, welches man empsin» det über den Genuß eines gegenwärtigen, oder auchin der Erwartung eines zukünftigen Guten, welches man

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sich