i2s Geben. Mittheilen. Schenken, w.
rcn, ziemlicher massen aus dem Gebrauch gekommen^und wird wol selten bei den neueren Schriftstellern an-getroffen.
Gegenseitige beschenke unter Personen verschiede«neö Geschlechts werden oft, als eine Art von Verbin-dung, zwischen ihnen angesehen.
Es ist nicht allem >l die Freigebigkeit, welche jeman-den bewegt, etwas zu stedcn, mitzutheilen, oder zuschenken. Oft thut man es nur, weil man darinn einegewisse Ehre sucht: Oft geschiehet es auch aus Eigennutz,weil man hoffet, etwas anders dafür zu bekommen.
Bescheren hat, dem jetzigen Gebrauch nach, alle,mal eine Beziehung auf Gott , oder das Glück. Mank.'.im nicht von einem Menschen sagen: Er hat mir dasbescheret. Aber man sagt: Gott bescheret allesGute. Diesen Seegen hat mir Gott bescheret.Gott hat mir in diesen gefahrlichen Unistanden Gesund-heit und Kräfte bescheret. Von unglücklichen und bö-sen Dingen, kann man nicht sagen: Sie sind von Gott bescheret. Man braucht alsdann das Wort zuschicken»Sie sind von Gott zugeschicket, oder verhanget.
Man sagt auch wol: Das hat mir mein guter Stern,mein gutes Glück bescheret.
Das Wort bescheren, hat seinen Ursprung, vondem alten Worte scheren, welches theilen hieß, undkommt,also in seiner eigentlichen Bedeutung, mit demheutigen ertheilen überein. Unterdessen ist der Gebrauchdesselben, da es nur von Gott gesigt wird, oder von sol-chen Dingen, welche uns ohne unsere Bemühung, durcheinen Zufall, oder ein Glück zu Theile werden schon sehralt. 'Ni der Bibel kommt cS zu verschiedenen Malenvor. Z. B. Sprüchw. zi, v. 10. Wem ein tugcndfamW ib bescheret ist, die ist viel edler, denn köstlichePerlen, i B. Mof. 51, v. n. Gott hat mirs bescheret.Syr. Zi, v. 12. Gib dem Höchsten, nachdem er dir besscheret hat, u.a.m. L-,l>l>