124 Hieb. Hau. Vorzug. Vorrecht Freiheit.
oder nicht. So sogt man: Viel Hiebe nach einem thun,Dem Hieb ausweichen. Einen Hieb bekommen.
Hieb heißt auch bisweilen die Wunde selbst: EinSoldat tragt die Narbe eines Hiebes, welche«, er in derSchlacht empfangen hat. Und da eine Ruthe oder Peit-sche ebenfalls verwunden kann, so sagt man auch: EinHieb mit einer Nuche oder Peitsche.
Das Wort Hau, wird nur eigentlich in dem Forst-wesen, und von denen gebraucht, welche viel in den Wäl-dern zu thun haben. Man verstehet dadurch besonders,einen Hieb, welcher mit der Axt in einen Baum gechanwird. Wenn man jemand im Walde hauen höret, unddem Schall nachgehet, sagt man nicht: Ich bin demHiebe, sondern, ich bi'ti dem Hau nachgegangen. Im-gleichen: Dieser Vaum hat vor einigen Iahren einenHall bekommen, aber ihn schon wieder verwachsen.Der alte Halt ist ganz zugewachsen.
Man nennet auch Hau, einen Wald, worin Holzgehauen wird, oder ein gewisses Revier, welches jemandenzum Holzhaucn bestimmt ist. Verbotene Haue, sindgewisse Gegenden, da man wegen des jungen Holzes, kei-nen Baum abhauen, ja nicht einmal mit der Axt hinein-gehen darf.
?l. Vorzug. Vorrecht. Freiheit.
tA>ie Verdienste schaffen uns Vorzüge. Die Aemter,^ Ehrenstellen und Würden, bringen Vorrechte.Die Gnaden des Fürsten , oder die höchste Obrigkeit, er-theilet Freiheiten.
Vorzüge müssen wir uns selbst erwerben, damitwirzu Würden und Ehrenstellen erhoben werden. Vorsrechte bringen die Würden mit sich, oder wir erben sievon unsern Eltern, welche in Würden gestanden haben,wie die Vorrechte des Adels geerbet werden. Lrel5heircn werden uns gegeben.
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