Oft. Häufig.
her kommt auch die Redensart, welche hier, unter dengemeinen teuren sehr gewöhnlich ist: Der Jammer kamihm ins Herz. Das ist, es jammerte ihn, er ward vonbesondern und ausserordentlichen Mitleiden gerührt.
Bisweilen heißt es eine grosse Klage, daher kommtJammergeschrei, und die Zeitwörter, jammern undbejammern. Er jammert erbärmlich, oder er führetgrossen Jammer, das ist, er klaget so sehr, daß mansich über ihn erbarmen muß. Jemand bejammern, heißt,ihn sehr beklagen.
In so weit, wie es mit den vorigen gleichbedeutendist, bedeutet es das grosse Elend und Noth mit einanderverknüpfet. Man drücket dadurch solchen unglückseeligenZustand aus, der vor allen andern Mitleidens und Bc.klagens würdig ist. Man sagt: Ich kann denIammernicht aussprechen. Alles war voller Jammer. Es istein Jammer anzusehen.
Die fallende Sucht, wird auch von einigen, mitNachdruck, der Jammer genannt. Er hat den Jam-mer. Er liegt im Jammer, weil es ein besonders un-glückseeliger, und beklagenswürdiger Zustand ist.
86. Oft. Häufig.
^">ft, bedeutet eine vielmalige Wiederholung/ derselben^ Handlungen, oder Vorfälle. Häufig, eine Mehr,heit der Sachen oder Dinge.
Man gehet oft in die Kirche, Und wo ein guter Pre.diger ist, da laufen dieieute häufig zu^
Es geschiehet oft, daß man von seinen Freunden inder Noth verlassen wird. Die Exempel sind häufig.
Es geschiehet oft, daß man betrogen wird, weil dieBetrüger häufig sind«
ö?« Lieb/